Am Oberkirchplatz blieben manche Häuser viele Jahre lang unbewohnt.

Mit herzlichem Dank an unseren Cottbuser Leser Hans-Dieter Schubert, der uns das Rätselbild und die beiden Diaaufnahmen zur Auflösung (rechts unten) aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte. Es war – typisch für Cottbuser Zustände der 1970er und 80er Jahre – vor dem Abriss jahrelang herrenlos und unbewohnt, aber im I. Obergeschoss unterhielt ein Fotograf über viele Jahre miet- und stromkostenfrei ein Fotolabor. Möglich, dass das eine oder andre „Damals“ -Motiv gerade hier in der Dunkelkammer entwickelt wurde.
Auch Ulrich Buder aus Forst kannte die richtige Lösung und mailte uns: „Links auf dem Straßenschild kann man den Oberkirchplatz erkennen. Davor war mal eine Gemüsehalle, wo ich mit meiner Mutter immer war. Links geht es zum Glashandel Rühtz. Rechts hoch zum Clou, Ritterklause und Musikhaus Grotß, der in der Peitzerstraße 40 wohnte. Bei dem konnte man noch richtig vergilbte Noten kaufen, die schon jahrelang im Regal standen. Einmal kaufte ich bei ihm eine billige Trompete aus Taiwan, Die schnell abgegriffen war. In den danach gebauten Häusern mit dünnen Wänden -Betonbauten- übte ich dann mit ihr und auch noch mit einer Tuba. Aber nicht in der Nacht! Dafür muss ich mich bei den Mietern im Nachhinein noch mal entschuldigen.”

Burkhard Bender berichtet: „Ich meine das Haus Oberkirchplatz 6 zu sehen. An der Fassade der Schriftzug Kossack (Tischlerei und Glaserei) zu erahnen. Im Bild links oben ist der Giebel der Jahn-Straße 19, damals Geschäftsstelle SVK der DDR, dann AOK-Geschäftsstelle Nordost, zu sehen. Dahinter war die Alte Spinnerei, dann Grotec. Später Pfennigpfeiffer, dann Baustelle Luxus-Immobilie an der Kreuzgasse 1.
Es war damals die Kreuzung Fr.-Ludwig Jahn-Straße/ Oberkirchplatz. Die Klosterstraße lag weiter hinten. Bis zum Neubau des Wendischen Viertels. Gegenüber vom Abrisshaus war ein Lebensmittelladen, privat geführt. Es war u.a. von 1975-1979 mein Schulweg zur Puschkinpromenade 13/14. Oder zum Kino, oder Wochenmarkt.
Frank Irmer ergänt: „(…) Die Straße davor war früher mit Holz gepflastert um den Unterricht im ehemaligen Gymnasium nicht zu stören, aber leider im Winter sehr glatt.”

Lothar Haase berichtet: „Im abgebildeten Haus war in früherer Zeit eine Gaststube, ein verwaschener Schriftzug weißt noch daraufhin. In den 50/60er Jahren wohnte im Obergeschoss die Familie Tepper. Frau Tepper verkaufte bei Hartmanns Imbiss in der Sandpower Hauptstr. leckere Bratwurst. Gegenüber vom Fotomotiv befand sich der Lebensmittelladen der Familie Brauer. Dahinter ging es dann links in die Klosterstraße, bekannt durch die Gaststätte ‘Klosterstuebl’ und das Haus mit den drei Mohrenköpfen. Auf der rechten Seite der Jahnstr. hatte zu DDR- Zeiten die SV und später die AOK ihren Sitz. Das nächste Gebäude war eine Tuchfabrik, später dann Grotex und Pfennigpfeifer. Gegenwärtig wird es zu einem Wohnquartier umgebaut. Weiter Richtung Norden stand einst das Fr.- Ludwig- Jahn Denkmal. Es wurde mit der Neugestaltung der Puschkinpromenade abgerissen und entsorgt. Das Käthe -Kollwitz- Kinderheim hat die politische Wende überlebt. Weiter Richtung Norden die 4. Grundschule, später die 4. POS. Die besuchte ich von 1951-1961, es ist heute eine Kindereinrichtung.”
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