Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Das Handelshaus am Brandenburger Platz - Märkischer Bote Das Handelshaus am Brandenburger Platz Das Handelshaus am Brandenburger PlatzMärkischer Bote
Mittwoch, 29. Mai 2024 - 06:57 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Overcast
11°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Das Handelshaus am Brandenburger Platz

Damals war´s, Bilder aus dem alten Cottbus | Von | 28. Oktober 2023

Deutlicher Baufortschritt im Juni 1996 - aber die Kräne über den Dächern von Cottbus drehten sich noch für einige Jahre weiter Foto: CGA-Archiv/Stefan Fischer

Deutlicher Baufortschritt im Juni 1996 – aber die Kräne über den Dächern von Cottbus drehten sich noch für einige Jahre weiter Foto: CGA-Archiv/Stefan Fischer

Schwer war das diesmal nicht. Ramiro Lehmann vom Cottbuser Schulweg schreibt: „Wir sehen hier einen Neubau am Brandenburger Platz, hauptsächlich für ein Modegeschäft. C&A war allerdings nicht lange in diesem Gebäude. Zu DDR-Zeiten war hier der untere Thälmannplatz, von dem die überregionalen Busse abfuhren. Als Kind bin ich von dort oft nach Kolkwitz gefahren.“
Klaus Wetzke mailt: „Hier am Brandenburger Platz entstand ein Gebäude der Modekette C&A. In der DDR war hier ein Haus für die SED-Bezirksleitung und ein Thälmannmonument geplant.“
Manfred Gnida aus Spremberg überlegt: „Meiner Meinung nach entstand diese Aufnahme bei der Sanierung am Brandenburger Platz, wo viele Gebäude eine Veränderung bekamen und Neubauten errichtet wurden. Hierzu zählt dieser Neubau, wo am 3.Juni 1994 Richtfest gefeiert wurde und 1995 das Kaufhaus C & A eröffnete wurde. Heute hat dieses Haus eine andere Nutzung.“
Ulrich Meißner aus Kolkwitz schwelgt: „Ich kenne diesen Platz von Kind an, denn ich bin am Ostrower Platz aufgewachsen. In den 1950er Jahren war, wo später für ein Konfektionshaus gebaut wurde, eine große Freifläche. Sie wurde als Parkplatz für die damals wenigen PKWs genutzt. Für uns als Kinder war diese Fläche nach der Schule ein wunderbarer Bolzplatz. Da gab es dann mit den Autobesitzern öfter mal Krach. Woanders konnten wir nicht spielen, da es einen Parkwächter gab, der uns von den Wiesen am Thälmann- und Ostrower-Platz verscheuchte. Er ging sogar so weit, dass er unseren Ball einbehielt, ihn zur Polizeiwache in der Mauerstraße brachte, wo wir dann von unseren Eltern abgeholt werden mussten. Wo heute das Möbelgeschäft steht, war am Ostende des Parkplatzes eine Färberei. Auf der Südseite der angrenzenden Franz-Mehring-Straße befand sich ein Textilbetrieb der Tufa Cottbus, auf der Nordseite war eine Grünanlage, Ende 1950 entstand ein Busbahnhof. Da konnte kein Fußball mehr gespielt werden. Ich hatte mich dann bei der BSG Lok Cottbus angemeldet.“
Kurz fasst sich Reinhard Borrmann in Cottbus: „Hier wird für C&A gebaut, heute ist in diesem Haus Multipolster und ein Fitness Studio zu finden.“
Rainer Wollmann aus Kolkwitz schreibt: „In Vorbereitung der BuGa 1995 in Cottbus, wurden raketenartig Baumaßnahmen durchgeführt. Da ich in der 10. Etage des Hochhauses an der Ecke Straße der Jugend/ Stadtring arbeitete, konnte ich die Dachbegrünung zur BuGa an den Flachdächern der ehemaligen Ladenzeile am Stadtring beobachten. Ich war der Meinung, dass dies die Zeitenwende im Häuserbau sei. Es wurden viele Millionen DM investiert und anschließend wurden die Häuser abgerissen. In diese Zeit fiel auch die abgebildete Baustelle des C&A Kaufhauses am Brandenburger Platz. Da es Preiswertes zu kaufen gab, habe ich bedauert, dass C&A nach kurzer Zeit das Gebäude wieder verlassen hat.“
Eine etwas andere Sicht hat Fritz Dieter Buddrus: „Da entsteht ein Verkaufsobjekt für „Clamotten -Anton“. Diese Deutung der Abkürzung wurde uns beim Urlaub in Luxemburger vermittelt. Und da uns C&A bereits aus Berlin bekannt war, waren wir zuerst über den Anbieterzuwachs in Cottbus erfreut. Um so größer war der Schock, als wir uns einige Tage nach der Eröffnung dort umschauten. Wir hatten den bitterbösen Eindruck, jegliche sonst bei C&A europaweit unverkäufliche Lumpen wurden in die neue Cottbusser Filiale transportiert. Frei nach dem Motto ‘die Ossis sind allesamt saudoof und kaufen auch den letzten Dreck made im Westen’. Wir waren nie wieder in dieser C&A-Filiale. Das unglaubliche C&A-Lumpenangebot in Cottbus dürfte dann auch die Ursache für die Kurzlebigkeit dieser Filiale gewesen sein.“
Danke den zitierten und den nicht zu Wort gekommenen Lesern. Gewonnen hat diesmal Ulrich Meißner aus Kolkwitz.

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: