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Die erstaunliche Firmengeschichte von Hoffmann-Möbel aus Guben

Bilder aus der alten Neißestadt Guben | Von | 3. Mai 2024

Guben feierte beim letzten runden Stadtjubiläum auch seine tüchtigen Unternehmer.

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Hoffmann-Möbel feierte letztens (2023) das 125-jährige Firmenjubiläum.“ Foto: CGA-Archiv

Ja, es ist sehr populär überall in der Niederlausitz, dieses Unternehmen aus Guben. Die Firmengeschichte von Hoffmann-Möbel ist lang und spannend. Viele Leserzuschriften ereilten uns deshalb.
Herbert Ramoth aus Cottbus erklärt: „Die informative Bildbeschreibung zum Fotorätsel, dazu das Foto aus jüngster Vergangenheit waren für mich die entscheidenden Lösungshinweise. Der Wagen mit der Aufschrift ‘Tapezierer & Decorateur ADOLF HOFFMANN’ war zu Ehren des 125jährigen Geschäftsjubiläum von Hoffmann-Möbel, unterwegs. (Stimmt nicht ganz; es handelt sich um einen Festwagen zum Gubener Stadtjubiläum.) Adolf Hoffmann eröffnete im Jahre 1898 das ‘Kaufhaus für Möbel’ als Polsterwerkstatt und Möbelhandel in Guben. Nach seinem Tod 1939 übernahm sein Sohn Martin den Betrieb, der, wie die gesamte Innenstadt von Guben, durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde. Nach dem Krieg entstand mit viel Fleiß und Elan aus einer ausgebrannten Ruine ein neues Geschäft im deutschen Teil von Guben, das bereits 1954 eröffnet wurde. Um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden, wurde zur Wendezeit ein neues großes Möbelhaus in Guben gebaut. 1999 zog Möbel-Hoffmann auch in den Lausitz-Park Cottbus ein. Hinzu kommen die Übernahme des Einrichtungshauses im Elster-Center Elsterwerda 2001 und schließlich der Bau eines Möbelhauses in Hoyerswerda im Jahre 2003. Hoffmann-Möbel hat sich in der 125jährigen Familiengeschichte zu einem der erfolgreichsten Möbelhandelsunternehmen in Brandenburg und Nordsachsen entwickelt.“
Bei Manfred Gnida aus Spremberg lesen wir: „Es macht mir immer Freude, die Ereignisse der Bilder aus der Niederlausitz im Wandel zu erraten oder darüber zu berichten. Diesmal geht es um Möbelhandel aus Guben. Festumzüge in Guben gab es ja schon viele und auch das Handwerk von Bäckermeister Peter Dreißig spielte da schon eine Rolle. Dieser im Foto abgebildete Festumzug ereignete sich meiner Meinung nach zur 750 Jahrfeier am 8.Mai 1986 (es war 25 Jahre später). Es sollen ca. 80 Bilder im Zug gewesen sein. Für Gubener und Anwohner im weiten Umkreis ist die Lösung zu diesem Foto ein Kinderspiel, zeigt es doch ein sehr bekanntes Firmenunternehmen dieser Stadt. Es begann 1898, als der Tapeziermeister Adolf Hoffmann ein Kaufhaus für Möbel mit Polsterwerkstatt und Möbelhandel eröffnete. Nach dessen Tod übernahm 1939 sein Sohn Martin das Geschäft, das durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde. Mit Unterstützung der Familie baute Martin Hoffmann die Firma wieder auf. Er kaufte am Gubener Dreieck eine ausgebrannte Ruine und sanierte sie. Er behielt die Geschicke des Unternehmens 24 Jahre lang in der Hand. Seine Töchter Ingrid und Alice übernahmen 1978 das Geschäft und gaben es an den Sohn von Ingrid, Frank Fritzsche, weiter. Unter dem Namen Hoffmann-Möbel ist die Firma

Arno Schulz Damals wars

Bild vom Richtfest des Nachkriegs-Hoffmann-Unternehmens 1953 in Guben. Foto: Sammlung Arno Schulz

weithin bis heute bekannt und betreibt in 5. Generation mehrere Möbelhäuser.“
Rainer Wollmann vom Tannenweg in Kolkwitz schreibt bewundernd: „Adolf Hoffmann gründete 1898 das Kaufhaus für Möbel in Guben am Markt (heute Gubin). Die Firma ist einzigartig in der ostdeutschen/deutschen Geschichte, denn sie hat die Kaiser- und Nazizeit und den Sozialismus überstanden und ist nach der Wende zu einem großen Möbelunternehmen der Lausitz aufgestiegen. Bereits die 5. Generation ist im Besitz des Unternehmens mit ca. 130 Mitarbeitern, was staunenswert ist.“
Aus Guben berichtet Arno Schulz: „Das Rätselbild ist für einen Gubener kein Problem. Auf den Foto ist der Festwagen der
Möbelhandelskette ‘Hoffmann-Möbel’ zu sehen. Das Gespann hat gerade die Neißebrücke in Richtung Gubin überquert. Im Hintergrund sind die Gebäude der Frankfurter Straße erkennbar, die 2010 schon restauriert waren. Ganz rechts ist noch ein Rest der ehemaligen Gubener Wolle zu sehen. Der größere Teil dieses ehemaligen Industriekomplexes ist bereits abgerissen. Im Hintergrund das ehemalige Cafe-Schönberger mit dem Centralhotel, heute Polizeidienststelle. Adolf Hoffmann gründete 1898 ein ‘Kaufhaus für Möbel’ auf der Ostseite von Guben, Am Markt 22/23 (heute in Gubin). 1953/54 baute sein Sohn Martin Hoffmann in der jetzigen Berliner Straße 3 eine Ruine zu seinem neuen Firmensitz aus. Anbei ein Foto vom Richtfest 1953. Durch Fleiß und Geschäftstüchtigkeit konnten die Inhaber die Schwierigkeiten in der DDR meistern und das Geschäft überlebte den Sozialismus. Nach der Wende bezog das Unternehmen ein neu gebautes Möbelhaus in der Friedrich-Schiller-Straße in Guben. Der Markgraf von Meißen, Heinrich der Erlauchte, verlieh Guben 1235 das Stadtrecht; es entwickelte sich zu einer blühenden Stadt. Leider kam es 1945 zu starken Zerstörungen durch Kampfhandlungen und zur beklagenswerten Teilung. Auf dem Ratebild sind Teilnehmer des Festumzuges zur 775-Jahr-Feier der Stadt Guben, die gemeinsam mit Gubin stattfand, zu sehen.“ Aus Cottbus schreibt Jens Pumpa, Rostocker Straße: „Im Jahr 1898 eröffnete der Tapezier-Meister Adolf Hoffmann sein Kaufhaus für Möbel im historischen Stadtzentrum Gubens. Es war eine hervorragende Adresse in der schönen Neißestadt. 1939 übernahm sein Sohn Martin das Geschäft, doch Im Frühjahr 1945 fiel fast der gesamte Stadtkern Gubens Kriegseinflüssen zum Opfer, so auch die beiden Geschäftshäuser der Firma. Das Brandenburger Traditionsunternehmen Hoffmann-Möbel feierte im Jahr 2023 sein 125-jähriges Jubiläum. Es betreibt Filialen in Guben, Cottbus, Hoyerswerda und Elsterwerda.

Weitere Beiträge über das historische Guben und das Umland finden Sie hier!



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