
Heinz Frankenberg aus der Cottbuser Rosa-Luxemburg-Straße. „Durch diese schöne Halle bin ich vermutlich mal im Kinderwagen geschoben worden. Meine Entscheidung mache ich an den drei Pendeltüren fest, die vermutlich erhalten geblieben sind und dann nach dem Krieg im Ersatzbau wiederzufinden waren. Die schlecht zu entziffernde Werbeschrift über den Türen dürfte auch zu Cottbus passen. (Sparkasse; Ecke Kaiserstr…)“
Auch Ramiro Lehmann vom Schulweg in Cottbus-Sielow haben es die Pendeltüren angetan: „Auch ich habe dieses Bild in meiner Sammlung und unter 1938 eingeordnet. Diese schöne Halle wurde 1945 zerstört. Der Bahnhof wurde am 13.9.1866 eröffnet, 1870 wurde das Empfangsgebäude eingeweiht. Von der sogenannten Vorhalle gab es sogar eine Postkarte. Nach Wiederaufbau 1945 gab es nur einen Notbehelf als Empfangshalle. Zusätzlich wurde auf der Westseite hinter der Schalterhalle eine Kioskreihe aufgebaut. In meiner Kinderzeit waren die Pendeltüren immer ein interessantes Spielzeug.“
Frank Irmer aus Cottbus ist sich ganz sicher: „Mit den drei großen Flügeltüren, den darüber liegenden Oberlichtern und den Säulen mit ihren Kapitellen sind wir eindeutig im Cottbuser Bahnhof, den ich so nie kennenlernte. Das gleiche Motiv, von der anderen Seite aufgenommen, fand ich in Steffen Krestins ‘Cottbuser Archivbilder’, nur drei Minuten später aufgenommen. Der Bahnhof Cottbus ging am 13. September 1866 mit der Eröffnung der Bahnstrecke aus Berlin in Betrieb. 1870 wurde das Empfangsgebäude eingeweiht. Nach dem Krieg mussten Baracken für die Abfertigung der Reisenden gebaut werden. Nach vierjähriger Bauzeit ging am 5. Oktober 1978 schließlich das neue Empfangsgebäude in Betrieb.“

Für Arno Schulz aus Guben ist es eine „schwierige Aufgabe! Das Gubener Bahnhofgebäude kenne ich, es ist nicht das Gesuchte. Zwar sind in Guben auch die typischen Rundbögen vorhanden, aber die Empfangshalle, die 1871 gebaut wurde, sieht anders aus. Bereits 1845/46 war für die Niederschlesisch-Märkische Eisenbahngesellschaft das erste Bahnhofgebäude in Guben errichtet worden. Die Ansicht entspricht aber nicht der des Suchbildes. Nachdem man durch den Bau der Märkisch-Posener Eisenbahn von Guben bis Posen fahren konnte, war ab 1. September 1871 der Abschnitt der Halle-Sorauer-Gubener Eisenbahn von Guben nach Cottbus fertiggestellt. Die Strecke wurde 1872 nach Halle erweitert. Guben war zu einem Kreuzungsbahnhof geworden, die Strecke nach Forst kam 1904 dazu. Der alte Bahngebäudebau entsprach nicht mehr den Ansprüchen einer aufstrebenden Industriestadt. Deshalb erfolgte ein Neubau. Die alte Empfangshalle wurde für andere Zwecke umfunktioniert und erst 2018 abgetragen. Die Empfangshalle vom Bahnhof in Sorau hat ebenfalls Rundbögen, aber die tragenden Säulen haben nicht die runde Form wie auf dem Suchbild. Die eckigen Fenster über den Eingangsbereich passen eigentlich nur zu dem im Krieg zerstörten Cottbuser Bahnhofsgebäude. Ich hoffe, da liege ich richtig.“
Klaus Reiter erinnert sich: „Kam man ins alte Gebäude, war links die Mitropa, gleich daneben die Toiletten. Presseerzeugnisse gab es rechts neben den Fahrkartenschaltern. Es war eine schöne Halle, nur im Winter kalt wegen der Flügeltüren.“ Manfred Gnida aus Spremberg weiß: „1871 ging das Empfangsgebäude als Inselbahnhof in Betrieb. Weitere Eisenbahnstrecken bis ca.1897 ausgebaut. 1868 wurde das Empfangsgebäude erwähnt, aber wann es gebaut wurde, ist nicht konkret überliefert.“
Siegfried Krusche aus der Drebkauer Straße in Cottbus meint: „Sorau und Guben sind für mich schnell aus ausgeschieden. Das Bild zeigt die Schalterhalle des Bahnhofes Cottbus nach dem Umbau des Eingangsbereiches, der im April 1938 fertig wurde. Das Gebäude wurde auf der Ostseite um 12 Meter erweitert, und ein 3 Meter tiefer Windfang mit Pendeltüren vorgebaut. Oben umlaufende große Fenster sorgten für reichlich Tageslicht. Die seitlichen Abgänge zum Bahnsteigtunnel wurden ebenfalls umgestaltet.“
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