
Häuser der Hammerstraße hatten alle Verbindung zur Jägerstraße:
Wolfgang Marlow weiß: Der Fotograf befindet sich auf dem ehemaligen Busbahnhof mit Blickrichtung zur Hammerstraße. Es sieht so aus, als würde der Häuserkomplex bald abgerissen werden. Links, nicht sichtbar im Foto, standen die Reichshallen, wo die Volkssolidarität ihr Büro hatte. Man konnte in dem rechten Haus der zwei Häuser durchlaufen und so war man in der Jägerstraße. Auf dem Innenhof befand sich der Fahrrad- und Reparaturladen von Herrn Müller, wo ich als Kind meine Freizeit verbrachte. Im Erdgeschoss befand sich auch eine Rolle der Familie Feige, die ständig ausgebucht war, denn ein paar Häuser weiter war die Wäscherei Ha-ckenschmidt. In der Jägerstraße gab es noch eine Tischlerei, die Gaststätte Bogott, die später die Fischbratküche wurde und die Brauerei von Forst.“
Gerda Henschel schreibt: „Über dieses interessante Foto freue ich mich besonders. Es zeigt eine Aufnahme, wie sie nur in einem kurzen Zeitraum möglich war, die Zeit des Abrisses am Markt. Zu sehen ist nicht nur die Hammerstraße. Die Häuser dieser Straße hatten alle über einen Hof Verbindung mit den Häusern der Jägerstraße. Die Gebäude rechts sind bereits auf der anderen Straßenseite gelegen. Weiter rechts kam dann die Stadtbrauerei. Vom Markt führte die Sternstraße zur Jägerstraße. Im Vordergrund ist der Busbahnhof am Markt gut zu sehen. Ganz links im Bild sieht man ein Haus Am Haag und dahinter eine große Kastanie. Links in der Hammerstraße war das Gebäude ‘Reichshallen’. Es wurde zu verschiedenen Zwecken genutzt, Restaurant, Veteranenclub und darüber mehrere Geschosse Wohnungen. Auf beiden Seiten der Häuser Hammerstraße fehlen bereits einige, man sieht es am Giebel. Ging man zu dem großen Tor auf den Hof, kam man zur Fahrradwerkstatt des Herrn Müller und zu einer Wäschemangel der Familie Feige. Dort haben meine Mutter und später ich Wäsche gerollt. In der Jägerstraße war früher die Gaststätte Britze, später Fischbratküche, ich denke kurz vor dem Abriss. Der Walkenbauer Donath hatte dort ebenfalls sein Domizil und ganz früher die Glaserei Horn. Zum Schluss: Das ganze Gebiet wurde abgerissen und machte Platz für den großformatigen Wohnungsbau. Welche Ironie, ein Teil dieser Bauten wurde inzwischen wieder abgerissen.
Die Bebauung um den Markt hat ja inzwischen zu vielen Diskussionen und verschiedenen Plänen geführt. Ich wünsche mir, dass sich das Bild wieder in ein schönes wandelt, damit die Forster sich daran freuen und stolz sein können.“
Thomas Methe weiß, dass hier die Busse bis zum Jahr 2001 abfuhren.
Gewonnen hat Gerda Henschel.
Herzlichen Glückwunsch!
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