Altes Forst: „Elt“-Werk produzierte aus Kohle Strom und Wärme

 „Elt“-Werk
Das „Elt“-Werk in der Badestraße

Aus Kohle wurde Strom und Wärme
Eisenbahnwaggons mit Braunkohle fuhren direkt in das Gebäude, Schienen in der Badestraße zeugen noch heute davon, schreibt Elfriede Bonkatz.
100 Jahre sind es nun her, als zwischen der Sorauer Bahnlinie und dem Bogen des verbreiteten Mühlengrabens die Stromproduktion für die aufstrebende Stadt Forst begann. Es wurde mehrmals zu seiner heutigen Größe erweitert. Am 20. Juni 1906 ging es als Gleichstromlieferant in Betrieb. 1912 wurde es für die Wechselstromabgabe erweitert, ab 1928 lieferte es auch Ferndampf.
„Heute hat unser gutes altes Werk seine Schuldigkeit getan und kann gehen“ schreibt Elfriede Bonkatz weiter, und setzt hinzu: „Leider“. Auch Heinz Pomrehn schreibt: “Es tut weh als Forster, wenn wieder ein großes Objekt zum Abriss bereit steht”.
Bestrebungen gibt es bereits seit einiger Zeit, den Komplex abzureißen – noch steht es. Das Forster Institut für Neue Industriekultur untersucht derzeit aber Möglichkeiten, Teile vom Werk zu erhalten und anders zu nutzen.
Genau gegenüber befand sich die Badeanstalt – allerdings wurde zwischen 1967 und 1975 bei der großen Erweiterung der Lauf des Mühlgraben wesentlich verändert.
Das Wasser war lebenswichtig, wie sich Heinz Pomrehn erinnert, der jahrelang in der Anlage als Kesselreiniger beschäftigt war: „Das Wasser des Mühlgraben wurde für die Reinigung der Kesselanlagen sowie als Kühlwasser verwendet.“

Weitere Beiträge über das historische Forst und das Umland finden Sie hier!