Das Gasthaus „Zur Bruchmühle“ in Groß Kölzig hat eine große Tradition:

Ingeborg Winkler schreibt zu dem Foto: „Ich stamme aus Forst und lebe seit über 60 Jahren hier in der Bruchmühle, die mein Mann Karl-Heinz Winkler von seinen Eltern Margarete und Karl Winkler geerbt hat. Heute führt meine Tochter, Karin Winkler, die Bruchmühle, auch mein Sohn lebt in den alten Gemäuern, dessen älteste Mauern über 200 Jahre alt sind. Viele Teile der Bruchmühle wurden im Laufe der Jahre angebaut. Über die Geschichte der Mühle ist schon viel geschrieben worden. Sie war bis 1895 eine Wassermühle, in der Korn gemahlen wurde. Mit dem Aufkommen der Kohleförderung verschwand die Wasserquelle. 1906 wurde hier erstmals Gastronomie angeboten. Meine Eltern kamen durch einen großen Zufall hierher. Sie stammen aus Spremberg und wurden nach dem Krieg aus Tansania in Afrika vertrieben. Sie kauften die Mühle 1920, modernisierten sie und bauten an. Dann wurde es eine richtige Gaststätte. Heute haben die Gebäude ein neues Outfit. Nach wie vor ist sie ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner in der Umgebung, vor allem der Forster.
Gisela Hübner weiß: „Das ist die Bruchmühle in Groß Kölzig. Sie wird heute in dritter Generation von der Enkeltochter der ehemaligen Betreiberin geführt. Mit 17 Jahren, also das war gleich nach dem Kriege 1945, war ich dort tanzen auf dem Pariser – so wurde ein Tanzparkett im Freien genannt. Es war eine runde Fläche auf einem Podest. Im Haus konnte man damals noch nicht tanzen. Meine Eltern sind mit mir immer zu Himmelfahrt mit dem Fahrrad dorthin gefahren. Da gab‘s die Plinse, die es heute noch dort gibt. An dieser Gaststätte war gar nichts vom Krieg zerstört worden. Ganz in der Nähe befand sich das Freischwimmbad, das es heute noch gibt. Wir hatten die Ausflüge oft miteinander verbunden. Im Schwimmbad hatte ich meine Schwimmausbildung erhalten.
In der Bruchmühle hatte ich viele private Feiern und noch mehr Frauentagsfeiern erlebt. Damals konnte man dann auch schon drinnen tanzen. Sogar die Einrichtung ist weitestgehend noch so, wie ich sie mit 17 kennengelernt habe.
Das aktuelle Rätselbild zeigt auch nach Sicht von Thomas Methe das Gasthaus zur Bruchmühle in Groß Kölzig. Er schreibt: „Ein beliebtes Gastlokal schon früher. Etwa am 16. August 1920 übernahm Karl Winkler aus Spremberg die Bruchmühle. Karl Winkler führte die Bruchmühle zu einer der beliebtesten Ausflugslokale in der Forster Region. 1925 erfolgte der Anbau einer Diele mit Zentralheizung und die Anlage einer Freitanzdiele, einer Liegewiese und eines Kleinkaliberschießstandes erweiteren die Angebote in dem gärtnerisch gepflegten Anwesen. 1937 eröffnete das Groß Kölziger Naturbad gleich neben der Bruchmühle. Nach dem Tod Klaus Winklers1944 eröffnete seine Frau, Margarete Winkler, das Lokal mit Hilfe einiger Freunde und Stammgäste wieder. Auch der Sohn der Winklers, Karl-Heinz Winkler, stieg ebenfalls nach seiner Kriegsgefangenschaft in das Gastwirtschaftsgewerbe ein. Nach Karl-Heinz Winkler setzte sich die Tradition der Gaststätte in seiner Familie fort.“ Gewonnen hat Gisela Hübner. Herzlichen Glückwunsch!












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