Forst: Das Standesamt weckt Erinnerungen

damals170517foLeser wohnten unter dem Trauraum und mussten oft ganz still sein
Constanze Sokoll schreibt: „ Meiner Meinung nach handelt es sich um das ehemalige Standesamt Forst in der früheren Ernst-Thälmann Straße, welche jetzt Max- Fritz Hammer Straße heißt. Dort habe ich, zusammen mit meinem Bruder unsere Kindheit verbracht. Unsere Wohnung befand sich im Kellergeschoss unter dem Standesamt. Ich erinnere mich gern an die vielen, schönen Hochzeiten. Ich habe die Kleider immer sehr bewundert.
Fast jedes Wochenende mussten wir eine Stunde leise sein, um die Zeremonien nicht zu stören. Über dem Standesamt befand sich noch eine Wohnung, in der Familie Wußmann lebte. Frau Wußmann war jahrelang meine Musiklehrerin. 1979 zogen wir in eine Neubauwohnung“
Thomas Britze schreibt: „
Das Rätselfoto zeigt das ehemalige Standesamt der Stadt Forst in der heutigen Max-Fritz-Hammer-Straße. Auch meine Eltern haben hier geheiratet und das Spalier haben Schüler meiner Mutter gebildet. Auf dem Bild scheinen es Feuerwehrmänner zu sein, die den alten, nach dem Krieg gebräuchlichen Helm tragen. Für mich blieb dieses Gebäude auch dadurch in Erinnerung, weil meine Eltern von dort bei der Hochzeit mit einem PKW Wolga abgeholt wurden. Ich durfte ausnahmsweise vorn sitzen. Das war für einen kleinen Kerl wie mich das Größte. An das Standesamt grenzte das Gelände von meinem Kindergarten an und auf dem späteren Schulweg, oder auf dem Weg zur Kaufhalle  kam ich auch fast jeden Tag hier vorbei. Ich habe einen Teil meiner Kindheit ‘um die Ecke’ in der Görlitzer Straße verlebt. Damals konnte man noch auf der Straße spielen. Heute ist hier leider alles zugeparkt. Aber eins ist geblieben und das sind die frischen Brötchen von der Bäckerei Langner“.
Angelika und Helmut Biesenthal schreiben: „Als wir das Foto sahen, schlug mir und meiner Frau das Herz höher. Mit diesem Gebäude begann unser Familienleben. Am 22. Mai 1976 heirateten wir hier. Nun begehn wir schon unseren 38. Hochzeitstag. Die Besonderheit war, dass der damalige Standesbeamte und  nicht verfügbar war, sodass uns am Ende der Bürgermeister Knobe traute. Ende gut! Alles gut!“
Thomas Methe weist darauf hin, dass dieses Gebäude noch heute in der Nähe des Kegeldammes steht.
Ein gerahmtes Foto gewonnen hat Constanze Sokoll.
Herzlichen Glückwunsch!