Forst: Deplazierter Trauort mit Potenzial

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Nicht weit vom letzten Rätselbild-Ort war unsere Lösung in dieser Woche zu finden. Aber: „Selbst mir als echtem Forster Kind fiel es auf Anhieb nicht leicht, das Suchbild einzuordnen“, schreibt Leserin Irmtrud Pritschke dazu. Aber wiedererkannt haben es trotzdem wieder viele. „Es ist die Promenade. Die zwei?Kastanien sind größer und kräftiger geworden. Hinten ist die Einfahrt zur Uferstraße zu erkennen“, so Irmtrud Pritschke.
Standesamt
Im Eckhaus praktizierte Zahnarzt Fengler. „Für mich noch gut zu erkennen, ist mir die Milch-Verkaufsstelle 0128 bekannt, die das Ehepaar Rangott leitete. Nach der Wende war dort das Standesamt völlig deplaziert. Deshalb hing der Einrichtung immer der Name ‘Milchverkaufsstellenstandesamt’ an“, so unsere Leserin.
„In der Bildmitte steht heute ein Wohnblock mit dem Café Fuhmfahr.?Am selben Platz stand früher ein?Versicherungsgebäude“, erinnert sich Gerhard Hänsel. „Der Platz links wird heut von den ‘Durstigen’, den ‘Trinkern’, genutzt“. Gegenüber öffnete im?Februar 2006 das Kaufland. „Früher war dort ein Platz, wo ein Markt war und man Gemüse, Obst und anderes einkaufen konnte. Auch dort gab es früher (nicht mehr im Bild) einen Imbiss, wo Bouletten und Bratwürste bruzelten. Noch weiter hinten befand sich ein Parkplatz – auch gern für Rummel und Weihnachtsmarkt genutzt“, lässt uns Thomas Methe wissen.?„Auf der linken Seite dagegen führen zwei Straßen in Richtung Lindenplatz. In der Gerberstraße befindet sich das Rathaus, früher Sparkasse. In der Beethovenstraße fand man damals die Bäckerei Merschank“.
„Das Haus rechts ist die Cottbuser Straße 10, gegenüber war zu meiner Kindheit das Modegeschäft ‘Harrys’. Nun sieht der Platz viel schöner aus!“, schreibt uns die Familie Ottmann. In diesem Geschäft residiert heute der Fachbereich „Gebäudemangement“ der Stadtverwaltung.
Fahrradrennen
„Mein bester Freund wohnte damals in der Gerberstraße. Trotz des Kopfsteinpflasters haben wir als Kinder in der Promenade früher rasante Radrennen veranstaltet“, erinnert sich Wolfgang Schenk. „Vor allem die Abfahrt in die Beethovenstraße, vorbeit am Eisenwarengeschäft hatte es uns immer angetan. Leider gab es auch weniger schöne Tage. Ich hatte mit meinem Fahrrad (vom Schrottplatz zusammengebaute Teile) zwei ziemlich harte Stürze. Ich landete auf dem Hinterrad und dann auf dem Pflaster.“
Auf der rechten Seite der Promenade fanden sich auch weitere kleine Geschäfte – unter anderem eine Textilreinigung, eine Taxi-Zentrale aber auch öffentliche Toiletten.