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Feuerwehrkameraden stehen Spalier vorm Standesamt in der Thälmann-Straße

Kaninchen für den Braten vorher aufgezogen:
Regina Arlt löst: „Das ist das Standesamt in der Rüdiger­straße, es ist heute noch ein schönes Haus. Dort hatte lange die Frau vom Dr. Wußmann gewohnt, der lange im Krankenhaus gearbeitet hatte. Ob sie noch dort wohnt, weiß ich nicht.“
Gerda Kubaschk erinnert sich: „Dort in der Thälmannstraße habe ich vor 60 Jahren geheiratet. Um 9 Uhr hatten wir den Termin, ich trug ein Kleid aus Schillertaft und Pelz, so schick war mein Mann nicht. Wir leis­teten uns einen ‘Wanderer’ als Taxi. Innen war es einfach aber festlich eingerichtet, es war ja eine Fabrikantenvilla. Mit Uniformen, wie die Feuerwehrleute auf dem Bild, wollte mein Mann nichts zu tun haben. Später wurden wir in der Bachkirche von Pfarrer Woronowitsch aus Ostpreußen getraut, bei dem hatte ich schon Konfirmandenunterricht. Vorher ging’s aber nach Hause. Im Café Mexiko wurde gegessen und gefeiert. Vorher hatte Mutter noch Kaninchen gefüttert, damit es einen Braten geben konnte. Es gab ja kaum was zu essen. Es war eigentlich eine ärmliche Feier, aber eine schöne. 45 Jahre war ich verheiratet“. Es gewinnt Regina Arlt. Glückwunsch!