
Steinhaufen im Vordergrund sind letzte Spuren des Marktplatz-Rathauses
Günter Behrendt schreibt: „Die gezeigten Steine könnten vom alten Rathaus auf dem Marktplatz stammen. Der Fotograf befand sich an der Nordseite des Marktplatzes, Anfang Mühlenstraße. Links hinter den Kipploren steht die Stadtkirche und eine Ecke von Reinfelds Haus. Dort ist nur eine Ecke zu sehen. Der Blick geradeaus geht in die Thumstraße. Links sind kleine Miethäuser von Hüffner zu sehen und geradeaus steht ein schönes Haus mit Dachsteinen oben. Da war nach dem Krieg PGH Friseure Schick, und PGH Schneiderei Modering drin. Rechts im Bild ist die Ruine von der Fleischerei Wuttke, Ecke Lindestraße zu sehen. An der Ecke bei Wuttke beginnt die Bethovenstraße und geht von dem Marktplatz bis zur Promenade. Zu sehen ist noch das Eisenwarengeschäft Hammer. Das kleine Spitzdachhaus gehört Fisinger und Hüffner. Da habe ich von 1945-1960 gewohnt. Die alten Häuser sind alle abgerissen worden. Es ist alles neu aufgebaut wurde. Die Sparkasse hatte gleich von der Promenade bis zur Thumstraße alles neu aufgekauft. Dort wo ich wohne, ist jetzt ein neues Brillengeschäft von Butzke.
Wo auf dem Bild die Schutthaufen liegen, finden jetzt unsere Wochenmärkte statt. Alles ist wunderschön und neu. Der Platz zwischen dem Markt und der Thumstraße ist nun ein Parkplatz.“
Christa Schulz griff zum Telefon: „Ich denke, der Fotograf stand mit dem Rücken zur Kirche. Auf der rechten Seite, das kaputte Gebäude mit den zwei hochragenden Schornsteinen, war das Geschäft für Geschirr und Haushaltswaren von Karl Hammer. Das Haus wurde abgerissen, Karl Hammer hat aber ein Stück weiter wieder eröffnet. Davor führt die Beethoven-Straße in die Tiefe. Also die Querstraße auf dem Bild ist die Thumstraße. Wo die Steine aufgestapelt sind, war früher der Konsum. Geradezu das Haus mit den zwei Schaufenstern war der PHG-Friseur. Das stand noch bis etwa 1965. Die Gebäude links sind alle verschwunden.“
Thomas Methe schreibt: „Rechts waren einmal Häuser wie das Geschäftshaus Loewenstein sowie das Hotel Mohr, dessen Inhaber Emil Borchert war. Auch das Hotel Pittius mit der Inhaberin Margarete Gensert war hier zu finden. Durch den Krieg wurde das Geschäftshaus der Familie Loewenstein ausgebrannt und die beiden Hotels zerbombt.“ Ein gerahmtes Foto gewonnen hat Christa Schulz.
Herzlichen Glückwunsch!







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