
Musiker spielten Kaffeekonzerte / Enten-Braterei und China-Lokal:
Unser letztes Rätselbild zeigte einen Blick in den Biergarten vom Feldschlößchen. Das wusste auch Gerda Schulz: „Ich habe mich sehr gefreut, als ich das Bild vom Feldschlößchen entdeckt habe. Ich erinnere mich noch ganz genau an meine Jugendzeit, als wir hier immer zum Tanz gingen. Später auch mit meinem Mann. Zuletzt gab es die Überdachung auf der Bühne mittig nicht mehr. Da war nur noch die Platte. Das Haus gibt es heute noch.“
Auch bei Bärbel Koschack weckte das Bild Erinnerungen: „In dem Gebäude rechts war die Kegelbahn. Auf der großen Freilichbühne spielten regelmäßig Musiker verschiedenster Art vom Frühshoppen bis zu Kaffekonzerten. In dem Saal war bis zur Schließung nach der Wende immer viel los, vor allem nach dem Krieg. Die Aufnahme entstand nach 1920 durch den Fotografen Richard Simon, das verrät der Postkartenstempel. Dasselbe Motiv befindet sich auch in unserem privaten Besitz. Um 1900 war der Eigentümer Wilhelm Dubrauke. Ihm folgten Franz Krause und Paul Höhne als Inhaber. Nach dessen Tod übernahm 1939 seine Frau, die Witwe Anna Höhne die Wirtschaft.“
Arno Schulz schreibt: „Den Biergarten habe ich in dieser Pracht nicht mehr kennengelernt, war aber in dem Lokal mit Saal öfters als Gast, aber auch als Handwerker und habe Höhen und Tiefen der Lokalität einige Jahre durch die unterschiedlichsten Auftraggeber mit verfolgt. Das Feldschlößchen bestand bereits um 1875. Nachdem es baulich stark sanierungsbedürftig war, wurde es in den 70ern durch Herrn Höhne junior saniert und als sehr ansprechende Lokalität hergerichtet. Später wurde es Betriebsgaststätte des Chemiefaserwerks, mit einer Wernesgrüner Bierstube. Nach der Wende kurzzeitig als China-Restaurant betrieben und dann geschlossen, nur die Küche wurde als Braterei weiter genutzt. Zu dem Restaurant gehörte auch ein 150-Meter Schießstand, der Kugelfang mit einer Betonwand war noch vor Jahren am Grundstücksende in der Gartenstraße vorhanden. Hoffen wir, dass ein Prinz das Feldschlößchen aus dem ‘Dornröschenschlaf’ erweckt und nicht das Schicksal mit den umliegenden ehemaligen Lokalen teilen muss.“
Gewonnen hat Gerda Schulz.
Herzlichen Glückwunsch!






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