Jedes Kleid einmalig bei Kaiser-Moden
Wechselnde Geschäfte in der Frankfurter Straße sind noch gut bekannt / Straßenbild verbessert
Umfangreiche Post erreichte uns zu dieser unscheinbaren Aufnahme. Werner Koschak berichtet: “Die Aufnahme ist 1966 gemacht worden. Sie zeigt einen Häuserzug in der Straße der Freundschaft (nach 1990 wieder Frankfurter Straße). Zur damaligen Zeit sind die Geschäfte Modenkaiser (Damenmoden Nr. 2), vor 1945 war es Gaststätte Liebenau auch Klosterstüb’l genannt, darin. Danach Uhrenworbs, jetzt der Hofladen “Himmlische Schwestern” aus Neuzelle. Daneben ist Café Riedel erkennbar, in zwei Häusern untergebracht. Früher waren in der Nr. 3 Kurt Walter Textilwaren und die Nr. 4 Paul Thamm eine Bäckerei. Nach der Wende war es das Altstadtcafé in beiden Häusern. Heute ist es Antiquitätenladen. Nr. 5 war der Schreib- und Spielwarenladen Flach. Vor 1945 befand sich an gleicher Stelle auch eine Schirmhandlung und es gab auch Puppen und Puppenartikel. Jetzt ist dort Janny´s Eisladen von Dagmar Flach. Die Häuser Nr. 6 bis 10 wurden 1945 zerstört. Ebenso auch einige Häuser in der Kirchstraße. So entstand eine große Lücke. Von der Frankfurter Straße war der Blick bis zur Klosterkirche frei. Die Lücke wurde 1950 geschlossen (etwas später in der Kirchstraße). Das Rätselbild zeigt den Wohnblock Nr. 6, 8 und 10. Am 2. Mai 1950 war die Grundsteinlegung für den 1. Nachkriegsbau in Guben durch den Oberbürgermeister Ernst Schichold. Somit entstand im Volksmund die so genannte “Schicholdkaserne”, noch heute von alten Gubenern zu hören. Durch den Umbau nach 1990 wurden im Erdgeschoss Geschäfte eingerichtet, wodurch das Straßenbild aufgelockert erscheint. Ein Friseur, ein Reisebüro, ein Versandshop, eine Versicherung und ein Schmuckgeschäft sind zurzeit in diesen Läden. Eine Passage über den Innenhof zur Kirchstraße gibt es auch. Im Hintergrund Nr. 11 ist die Gaststätte “Schlachteplatte” erkennbar. Früher “Wolfsquelle”, heute ein italienisches Restaurant. Jutta Pusch schreibt: “In der Frankfurter Straße fuhr noch vor dem Krieg eine Straßenbahn, die die beiden Teile von Guben verband. Dieses Bild hat sich aber sehr zu seinem Vorteil verändert. Heute ist es eine verkehrsarme Einkaufsmeile mit vielen schönen Geschäften. Die Straße hieß früher ‘Straße der Freundschaft’. Man kann auf der rechten Seite das Modegeschäft von Kaiser erkennen. Dieses Geschäft hatte zu DDR- Zeiten schon die schönsten Kleider in nur einer Ausführung, so dass man also mit Sicherheit wusste, dass dieses Kleidungsstück nur einmal in Guben existiert. Danach kam die Gaststätte Riedel und dann das Geschäft von Flach, wo man alles kaufen konnte, was ein Kinderherz begehrte, wenn man das Geld dazu hatte. Die unteren Wohnungen, die dann folgten, sind heute alles Geschäfte. Danach kam die Gaststätte ‘Wolfsquelle’. Heute befindet sich ein Italiener darin. Auch danach reihten sich kleine Haushaltsgeschäfte und der Schmuckladen von Kärgel an. Gegenüber von Kärgel war das Geschäft von ‘Pelz Herrmann’, und danach kam der Goldschmied Kunstmann. Ganz vorn links befand und befindet sich heute noch die Fleischerei During.” Vielen Dank allen Ratefreunden!