„Ansorge’s Hotel“ am Markt strebte nach dem Rang Erstes Haus am Platze.

Ines Krätsch aus der Jahnstraße in Döbern zweifelt nicht: „Der Hotelportier ärgert sich über die Fahrräder in Cottbus. Es handelt sich um das Hotel Ansorge. 1875 wurde es von Heinrich Ansorge am Cottbuser Altmarkt gegründet. Nach dem II. Weltkrieg war das Gebäude als Gaststätte ‘Haus des Handwerks’ beliebt, es diente auch als Sitz der Handwerkskammer.“
S. Sachse ergänzt: „Das Restaurant hatte gute Zeiten unter Peter Pompe, später Chef des Restaurants ‘Am Stadttor’ und noch später der Teestube ‘Lipezk’ in der Promenade.“
„Vielen Dank für das schöne Bild“, schreibt Ramiro Lehmann vom Schulweg aus Cottbus-Sielow. „Dieses Cottbuser Haus hat eine lange Geschichte (Markt 17, Marktplatz 17, Altmarkt 17) Schon 1544 fand das Haus Erwähnung: mit Mathias Anschuch, Braugerechtigkeit. Ehemals waren es 2 Grundstücke. 1865 kaufte die Eduard Ansorge und es wurde zu Ansorge´s Hotel. 1871 erfolgte der Abriss und Neubau des linken Giebelhauses, dadurch ging die postklassizistische Fassade verloren. 1875 erfolgte die Neueröffnung von ‘Ansorge´s Hotel’. Es hatte nun eine Kapazität von 40 Betten. Ab 1892 wurden beide Häuser unter der Hausnummer 17 geführt. 1908 übernahm Fritz Seelemeyer das Hotel. 1956 kaufte die Handwerkskammer das Haus und baute es um. Am 15.10.1957 zog die Handwerkskammer ein. Zu DDR-Zeiten gab es im Haus noch die Gaststätte ‘Haus des Handwerks’. 1991 erfolgte ein Komplettneubau, nur die Fassade blieb erhalten.“
Klaus Reiter meint: „Es war das älteste und vornehmste Hotel am Platze, Seit 1865 im Besitz von Eduard Ansorge. Die Handwerkskammer kaufte das Grundstück 1956 und es entstand die HO-Gaststätte ‘Haus des Handwerks’. Kellner Otto Sturz bediente die Gäste freundlich mit leckerem Essen. Ich war mit meiner Mutter öfter dort und ich bewunderte die großen Gemälde ‘Der Mann mit dem Goldhelm’, ‘Das Schokoladenmädchen’, und die ‘Kupplerin’. Bis auf Haus 18, Polsterei Hummel, wurden die Häuser im Krieg zerstört. 1991 wurde das Gebäude bis auf die Außenfassade abgerissen und neu aufgebaut.“
Familie Wasmus grüßt: „Moin, hier unsere Bemerkungen: Das Foto entstand irgendwann nach 1900 (aufgrund der Fahrräder): Das Hotel ANSORGE ist ziemlich gut zu erkennen, es konkurrierte mit dem WEIẞEN ROSS (um die Jahrtausendwende eröffnet) am Berliner Platz um den Rang des Ersten Hauses am Platze. Daneben in der Nr. 16 war das Uhrengeschäft von Hermann Frank.
Jens Pumpa aus Cottbus weiß ergänzend: „Im Krieg wurde das Hotel zerstört und danach wieder aufgebaut. 1956 kaufte die Handwerkskammer dieses Haus, baute es um und etablierte sich seit dem 15. Oktober 1957 darin. Als ‘Haus des Handwerks’ mit HO-Gasstätte ist es bekannt. Der Uhren-Laden von Hermann Frank befand sich 1942 nicht mehr am Altmarkt 16 sondern in der Töpferstraße 4.“

Dipl. Med Vera Straube aus der Ringstraße in Cottbus schreibt: „Ich bin vor 8 Jahren nach Cottbus gezogen und interessiere mich sehr für Geschichte in meiner neuen Heimat. Es handelt sich um das ehemalige Hotel Ansorge.“
Kurz hält sich Lars Kunath mit der Adresse Cottbus, Zum Seebad: “Hotel Ansorge am Cottbuser Altmarkt, jetzt Haus des Handwerks.”
Genau hingeschaut hat Siegfried Krusche aus der Drebkauer Straße in Cottbus: „Die Lösung ist ja direkt ablesbar – der Portier ärgert sich in Cottbus. Die schöne, lebendige Straßenszene spielt sich vor dem Hotel Ansorge am Altmarkt ab. Vielleicht war es aber auch noch der Marktplatz, denn der Altmarkt hat seinen Namen erst 1937 erhalten, aber das ist ein anderes Thema. Seit den 50er Jahren hat die Handwerkskammer dort ihren Sitz – bis heute.“
Frank Irmer aus Cottbus meint: „Uns Cottbusern ist die HO-Gaststätte im Haus Handwerkes noch in guter Erinnerung. Einer Komplett-Sanierung unter beibehalten der Fassade wurde das Haus in den Jahren 1991/92 unterzogen. Im Haus links, der Nr.16, gab es einen Uhrenladen von Hermann Frank. Und an allem fuhr, die Schienen im Vordergrund verraten es, zu dieser Zeit die Rote Linie, die Elektrische, bis heute vorbei.“
Danke allen, die schrieben oder telefonierten.
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