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Johann Crüger: Seine Lieder Lieder erklingen noch heute

Bilder aus der alten Neißestadt Guben | Von | 6. April 2023

Johann Crüger

Johann Crüger schrieb die Melodien zu bekannten Kirchenliedern

Lieder voller Zuversicht erklingen am Ostersonntag, etwa: „Jesus lebt, mit ihm auch ich!“ von Christian Fürchtegott Gellert (1715-69). Die Melodie dazu komponierte Johann Crüger aus Groß Breesen, heute Ortsteil von Guben. Mindestens 18 seiner Lieder und Choräle haben sich in den evangelischen Gesangbüchern bis heute erhalten, darunter solche zu Texten von Paul Gerhardt (1607-76), der zuletzt in Lübben wirkte.
An diesem Ostersonntag feiert die Christenwelt mit der Auferstehung des Herrn auch den 425. Geburtstag des Kirchenliederkomponisten Johann Crüger, der vor allem in Berlin wirkte, aber auch enge Zusammenarbeit pflegte mit Paul Gerhardt, Martin Rinckart aus Eilenburg (1586-1649 „Nun danket alle Gott“, Rinckart / Crüger) und seinem Gubener Landsmann Johann Franck (1618-77), der auch die Cottbuser Lateinschule besuchte.
Crüger erblickte im Dorfkrug von Groß Breesen das Licht der Welt; sein Vater, Georg Krüger, verheiratet mit Pfarrerstochter Ulrike Kohlkeim, war hier der Wirt. Der Knabe besuchte Schulen in Guben, Sorau, Breslau und im mährischen Ölmütz. Nach Lehrstellen in Ungarn, Österreich und Süddeutschland fand er in Regensburg mit dem Stadtmusikus Paulus Hamberger (1560-1634) seinen wichtigsten Musiklehrer.

40 Jahre war Crüger Kantor der Berliner Nikolaikirche, hier im Wiederaufbau in den 1980er Jahren

40 Jahre war Crüger Kantor der Berliner Nikolaikirche, hier im Wiederaufbau in den 1980er Jahren

Crüger zog es nun, gut ausgebildet, in seine Heimatregion zurück, und er fand 1615 in Berlin eine Stelle als Hauslehrer. Nach einem zweijährigen Studium in Wittenberg wurde der 24-Jährige 1622 als Kantor an die berühmte Berliner Nikolaikirche und zugleich Lehrer am Gymnasium „Zum Grauen Kloster“ berufen. 40 Jahre (!) blieb er in dieser anspruchsvollen Doppelrolle, trat dabei mit Kompositionen, Konzerten, musikpädagogischen Schriften und eben den volkstümlichen Chorälen hervor.
Sein Werk „Synopsis musica 1624“ war die erste umfassende Kompositionslehre des 17. Jahrhunderts. 1647 erschien seine „Übung der Gottseligkeit in Gesängen“ (Praxis pietatis melica“) als eine Zusammenfassung seiner bis dahin komponierten geistlichen Lieder. Dies wurde das einflussreichste Liederbuch jener Zeit und erlebte bis 1736 allein in Berlin 45 Auflagen. 1651 erschien eine weltliche Liedersammlung von Johann Crüger in Leipzig. Der erfolgreichste Kirchenliederkomponist der Nach-Luther-Zeit starb am 23. Februar 1662 in Berlin. H.

Weitere Beiträge über das historische Guben und das Umland finden Sie hier!



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