Schloss Lindenau und die Turmuhren

Freundliche Erinnerungen an Schlossherren und ein geliebtes Kinderheim.

Schloss Lindenau mit seinen Turmuhren
Wir waren nahe Ortrand in Lindenau zu Besuch

Dietmar Schwiek aus Neißemünde vermutet richtig: „Hallo – diesmal könnte der Märkische Bote mit der Sommertour in LINDENAU Station machen. Die Abbildung zeigt dann das Schloss und seinem Turm mit barocker Haube. In Lindenau waren u.a. der sächsische Minister Graf Brühl und später die Fürsten zu Lynar als Eigentümer aktiv.“.

Frank Irmer aus Cottbus wird präzise: „Zu sehen ist das Schloss Lindenau mit Spiegelteich, welches als mittelalterliche Wasserburg, gespeist aus der Pulsnitz über den Mühlgraben, im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Gelegen ist es im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz, nahe Ortrand. Nach langem Leerstand und Sanierung soll das Schloss im September 2026 wieder öffnen und seine Geschichte erlebbar zeigen, bin gespannt.“

Manfred Gnida aus Spremberg schreibt: „Bekannt ist Lindenau durch sein Renaissanceschloss mit großem Landschaftspark in der Region Schraderland am Fluss Pulsnitz gelegen. Das Schloss soll 1584 von Lothar Gotthard von Minckwitz auf Fundamenten einer alten Wasserburg errichtet worden sein. Es verfügt über ein 1690 errichtetes Torhaus, die Schloss- und Dorfkirche sowie einen etwa 23 Hektar großen Schlosspark. Der Barockgarten wurde ab 1736 von Familie von Gersdorff angelegt. Dem Schloss, einst ein schlichtes Bauwerk, wurde 1609 der Turm vorgesetzt und wegen der Bauernunruhen 1690 ein Torhaus aufgerichtet. 1744 erwarb Heinrich Graf von Brühl das Anwesen; seine vier Söhne verkauften 1833 das Herrenhaus und Gut an Rochus Ernst zu Lynar. Graf Alexander zu Lynar war ab 1891 Besitzer. 1920 wurde das Schloss um zwei neobarocke Seitenflügel erweitert. Bis 1945 war Fürst Ernst Wilhelm zu Lynar Eigentümer und nach Enteignung diente das Schloss nach Kriegsende als Lazarett, zur Lehrerausbildung und 1953 bis 1998 als Kinderheim ‘Paul Paulick’. Das Objekt befindet sich seit dem 14. November 2018 im Besitz der Kommune. Schloss, Park und Schlosskirche sind Baudenkmale in Lindenau, ebenso das unter Denkmalschutz stehende Torhaus.“

S. Sachse mailt: „Schloss Lindenau war jahrzehntelang Kinderheim, an das sich bis in seine letzten Tage der in der Region wohlbekannte Uhren-Kalle – Karl-Heinz Schlodder (1949-2016) – liebevoll erinnerte. Er ist dort gut umsorgt aufgewachsen, hatte aus Dankbarkeit ein Uhrenmuseum im Torhaus, und wunschgemäß haben seine Angehörigen Kalles Urne in Lindenau beisetzen lassen.“

In Kalle Schlodders Turmuhren-Museum im Lindenauer Torhaus. Foto: CGA-Archiv/hnr.

Arno Schulz aus Guben ist erleichtert: „Nach der ‘harten Nuss’ der Vorwoche, ist es mit dem Schloss von Lindenau eine fast leichte Aufgabe. Ursprünglich als Burganlage errichtet, wurde es von den wechselnden Besitzern der Zeit entsprechen umgebaut. Die Anlage diente nach dem Krieg für soziale Zwecke. Zurzeit soll das Schloss leer stehen und auf einen Investor hoffen.“. Aus Guben, Brandenburgischer Ring, hat auch Ina Freund das Schloss erkannt, und Klaus Reiter aus Cottbus zeigt sich erleichtert: „Diesmal bin ich sicher – Schloss Lindenau bei Ortrand. Es steht an der Pulsnitz. Zu DDR Zeiten war es ein Kinderheim und 1978 kam sogar Dean Reed zu Besuch. Des Weiteren befand sich dort eine Sammlung von Uhren vom Turmuhrenmeister Karl-Heinz Schlodder aus Cottbus.“

Jens Pumpa aus Cottbus ergänzt: „Lindenau bei Ortrand in Brandenburg war der östlichste Ort des Markgrafentums Oberlausitz. 1744 kaufte Heinrich Graf von Brühl Rittergut und Schloss Lindenau. Von 1833 bis 1945 befand sich Lindenau in den Händen der Grafen und Fürsten zu Lynar. In den Jahren der DDR nutzte man es als Kinderheim. Heute gehört das Schloss Lindenau nach einer gescheiterten Privatisierung wieder der Gemeinde Lindenau.“

Dieter Leubauer aus Cottbus kam mit bewährtem Verfahren zum Ziel: „Die mir gut bekannten Orte Lübbenau und Altdöbern schloss ich gleich aus. Da ich noch nicht in Lindenau war, bemühte ich Google. Nach ein paar Klicks ist auch ein Foto mit dem gleichen Anblick vom Schloss Lindenau zu sehen. Einzelheiten zum Ort, Schloss und Park Lindenau kann man nachlesen. Besser natürlich, man erlebt dort alles persönlich bei einem Besuch.“

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