Das Gesamkunstwerk Pförten/Brody

Ein Ort zum kulturellen und kulinarischen Genießen und gut Einkaufen.

Mit Wilfried Kracker aus Cottbus meldet sich ein Ortskundiger: „Die Straße und das Stadttor (frisch saniert) existieren heute noch so in Brody/Pförten. Das Hotel rechts gibt es nicht mehr aber in der linken Häuserzeile mit der Toreinfahrt, wo die Tanksäule (wenn’s eine ist) steht, ist heute eine Apotheke, die auch sehr nett deutsche Kunden bedient. Weiter hinten links – nicht mehr auf dem Bild – gibt es zwei Lebensmittelläden und einen WTB-Laden, wo man Flüssiggas kaufen kann. Auf der rechten Seite, ca. 100 m zurück, geht es zum Schloss mit einem guten Restaurant in einem Seitenflügel. Außerhalb der Stadtmauern gibt es eine Tankstelle mit besseren Preisen als an der Grenze und die Supermärkte DINO und BIEDRONKA zum preiswerten Einkauf auch in Euro. Einen Aussichtsturm kann man für ein paar Zloty in Jeziory Wysokie (Hochjeser) unmittelbar vor Brody besteigen. In Jeziory Dolne findet man auch einen Teich zum Angeln und Baden.“

Elke Dietze aus der Cottbuser Pestalozzistraße, erklärt: „Heinrich von Bühl gestaltete das Städtchen, Schloss und Garten als Gesamtkunstwerk. Die barocke Schlossanlage Pförten galt als eine der schönsten der Lausitz, bis zur Zerstörung 1945 reichlich mit Kunstwerken gefüllt. Am bekanntesten ist das ‘Schwanenservice’, ein Prachtstück Meissner barocker Tischkultur, das 1920 an das Dresdener Kunstgewerbemuseum überführt wurde. Bis heute kann man die Leihgabe im Dresdener Zwinger bewundern. Der Schlosspark befindet sich im deutsch-polnischen Wiederbelebungsprozess, um den jahrzehntelangen Verfall zu stoppen.“

Dietmar Schwiek aus Neißemünde weiß: „Brody wurde erst zum 1. Januar 2024 wieder zur Stadt erhoben, nachdem es seit 1945 keinerlei Stadtrechte mehr besaß. Prägend in der Geschichte war Heinrich Graf von Brühl welcher die prächtige Residenz ausbauen lies.“

Frank Irmer aus Cottbus meint: „Wir sind im 1389 erstmals erwähnten Pförten. Zu sehen ist das ‘Forster Tor’ von 1753. Die Ansicht muss nach 1931 entstanden sein. Beide Jahreszahlen sind im Tor verewigt. Das kann man auch an den drei Durchfahrten erkennen, die bis 1930 noch nicht vorhanden waren. 2019/20 wurde das Tor saniert.“

Auch Manfred Gnida, Gewinner der letzten Woche aus Spremberg, erkennt Pförten / Brody. „1740 kaufte Heinrich Graf von Brühl von den Erben des Grafen Christoph Heinrich von Watzdorf die Niederlausitzer Herrschaft, ließ das Schloss ausbauen und verband es mit zwei Kavaliershäusern. Auf Befehl von Friedrich II. von Preußen wurde das Schloss 1741 niedergebrannt. Erst nach 160 Jahren war das Schloss wieder hergestellt, geriet aber durch Umtriebe am Ende des II. Weltkrieges in den heutigen beklagenswerten Zustand. Im Bild ist die Forster Straße, heute Wolnosci-Straße, mit dem Stadttor und dem Hotel ‘Zum Weißen Adler’ zu sehen. Das Hotel gehörte ab 1811 Carl Anton Sack und dessen Erben, Vorfahren der Cottbuser Juwelier-Dynastie.“

Klaus Reiter aus Cottbus sieht das „Forster Tor in Brody/Pförten. Der Name Pförten leitet sich von einem Weg durch Sumpfgebiet ab, die Furt. 1946 bekam der Ort den polnischen Namen Brody. Hinter dem Schloss befindet sich eine herrliche Parkanlage mit See.“
Erich Hecker aus Jämlitz erinnert an den früheren Branitzer Parkleiter Claudius Wecke: „Er hatte etliche Parkseminare in Pförten initiiert und geleitet, was zu einer Revitalisierung von Teilen des Parks führte. 2010 wurde Pförten Mitgründer des Europäische Parkverbunds. 2018 wurde durch die Reemtsma-Stiftung der Sarkophag saniert. Die Dacherneuerung des Schlosses macht ebenfalls Hoffnung.“

Die Forster Straße mit Stadttor in Brody/Pförten
Die Forster Straße mit Stadttor in Brody/Pförten.
Schloss Pförten 2011, Forster Kaskadenbrunnen
Schloss Pförten 2011, Forster Kaskadenbrunnen. Foto: CGA-Archiv

Uwe Hoßfeld aus Neustrelitz schreibt: „Dank einer regen Reisetätigkeit der Cottbuser Telekom-Senioren hatten wir mehrfach den Forster Nachbarort Pförten/Brody besucht und das Forschter Tor sofort erkannt. Das Schloss, in langjähriger Renovierung, lässt einstigen Prunk erahnen. Der schöne Park Brody gehört dem Europäischen Parkverbund Lausitz.“.

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