Willkommen in Schloss Sonnewalde

Herzliche Sommertour-Einladung für diesen Samstag zur Schlössernacht.

Sonnewalde
Sommertour-Station: Sonnewalde

Ines Krätsch aus Döbern fand gleich die Quelle guten Wissens: „Das Bild befindet sich im Jahrbuch NiederLausitz zwanzig-zweiundzwanzig. An dieser Stelle stand einst das Schlossensemble der Grafen von Solms (16. Jh.). Das Hauptschloss brannte 1947 nieder, erhalten blieb das Vorderschloss mit Renaissanceportal und Wappen. Auch Schlosspark, Teiche, Nebengebäude, Wehrturm und Stadtmauer sind noch vorhanden. Im Vorderschloss lädt ein Heimatmuseum. Leider ist dieses zurzeit nicht regelmäßig geöffnet. Wer dennoch Interesse am Museumsbesuch hat, soll folgende Rufnummern kontaktieren: 035323-688708 oder 035323-308 (H. Schade) Am 13.9. findet die Schlössernacht statt. Das altehrwürdige Schloss zu Sonnewalde und das darin befindliche Museum öffnen ab 15 Uhr. Es werden Führungen durch den wunderschönen Schlosspark und entlang des Planeten-Wanderweges angeboten.“

Sonnewalder Schlossdarstellung von 1860
In der berühmten Duncker-Sammlung hat unser Leser Dieter Leubauer eine Sonnewalder Schlossdarstellung von 1860 gefunden.

Frank Irmer aus Cottbus erklärt: „Wenn man durch das imposante Renaissanceportal des Vorschlosses schreitet, kommt man in den Schlosshof und sieht die Reste des Haupt-, oder Oberschlosses, welches 1947 einem Brand zum Opfer fiel. Auf dem Torportal sind die Wappen der Grafenfamilie Solms und seiner Frau Amalie zusehen sowie die Vorrichtungen (Holzrollen) einer ehemaligen Zugbrücke. Im versetzten Tordurchgang liegt eine Metallplatte mit einer Jahreszahl: 1362 – urkundliche Erwähnung von Sonnewalde. Ein kleiner Rundgang durch den Schlosspark mit Audioguide ist sehr informativ und ein größerer auf dem Planetenweg ist auch empfehlenswert.“ Auch Reinhard Semt kennt den Ort: „Zu sehen ist hier das Torhaus, auch Vorderschloss genannt, des Schlosses der Grafen zu Solms-Sonnenwalde. Das Hauptschloss, eine große vierflügelige Anlage, wurde 1947 durch Brandstiftung zerstört. Der Anschlag soll nach familiärer Überlieferung darin gelagertem Getreide gegolten haben. Alfred (1810-1870) oder sein jüngerer Bruder Theodor (1814-1890), jeweils Grafen zu Solms-Sonnenwalde, verhinderten seinerzeit den Bau der Bahnstrecke Berlin-Dresden (ab 1872/73) über ihre Besitzungen und somit die Kreuzung mit der ab 1871 in Bau befindlichen Bahnstrecke Halle-Sorau in der industriell aufstrebenden Kleinstadt.

Vorderschloss Frühjahr 2011
Heute ist nur das Vorderschloss erhalten. Dieter Leubauer hat das schöne Portal im zeitigen Frühjahr 2011 fotografiert.

Manfred Gnida aus Spremberg geht gedanklich weit zurück: „Die Sommertour geht in den Landkreis Elbe-Elster, nach Sonnewalde. Die Aufnahme ist nicht sehr alt. Alt ist aber der Orte, eine Siedlung von 1362. Zum Wahrzeichen der damaligen Standesherrschaft gehörte der Teil dieser Abbildung und das gesamte Schlossensemble. Frühere Herren von Sonnewalde waren die von Ileburgs, dann die Herzöge Ernst und Albrecht von Sachsen, später Hofmarschall Hans von Minckwitz. 1537 übernahm Reichsgraf Philipp von Solms und die Familiengeschichte der Grafen von Solms reicht hier bis in das Jahr 1945. Das Schloss wurde durch den Grafen von Solms zwischen 1577 und 1592 ausgebaut. Es entstand ein Vorschloss; das Torhaus veränderte sich zu einem imposanten Renaissanceportal mit Wappen der Grafschaft Solms. Die Schlossanlage bestand früher aus Vorder-und Hinterschloss, umgeben von einem Wassergraben und einer Mauer mit acht Türmen. Leider wurde das vierflügelige Hauptschloss 1949 durch Brand völlig zerstört und in der Folge abgetragen. Vom Vorderschlosses sind das im Bild erkennbare Torhaus und anschließenden Neben- und Stallgebäude erhalten. Kellerräume dienen Fledermäusen als Quartier. Im angrenzenden Park gibt es zu Pfingsten das Park-und Heimatfest. Auch jetzt am Tag des offenen Denkmals am 13.September, verbunden mit der Schlössernacht lohnt sich ein Besuch.

Dieter Leubauer schreibt: „Wir sehen in Sonnewalde das Vorderschloss mit Torhaus der Schlossanlage, das gegenwärtig von der Stadt für verschiedene Funktionen genutzt wird. Der eigentliche Hauptbau ist 1947 einem Brand zum Opfer gefallen. Übrigens: Das noch zur Auswahl angebotene Schloss in Prettin, die Lichtenburg, gehörte wohl nicht zur Niederlausitz. Dort war einer meiner Vorfahren sächsischer Schloss-Hofgärtner zur Zeit August des Starken. “Finsterwalde, sehr zum Nachteil derselben. Die Grabanlage des Geschlechts derer zu Solms-Sonnenwalde befindet sich etwa einen km westlich des Schlossparks und bietet einen etwas eigentümlich-gespenstischen Hauch.“

Familienfriedhof der letzten Schlossbesitzer von Sonnewalde
Der gut eingefriedete und sauber erhaltene Familienfriedhof der letzten Schlossbesitzer von Sonnewalde. Erinnert wird an bedeutende Persönlichkeiten aus dem Hause von Solms Foto: CGA/h.

Klaus Reiter kennt den Weg: „In Richtung Senftenberg und dann nach Finsterwalde, kommen wir nach Sonnewalde und sehen das . Es wird als Trauzimmer, Stadtarchiv, Bibliothek und Museum genutzt. Erhalten ist nur der vordere Teil mit Torbogen. In der großen Parkanlage liegt das Erbbegräbnis des Grafen Solms-Sonnewalde.“

Jens Pumpa aus der Rostocker Straße in Cottbus ergänzt: „An den einstigen Herrschaftssitz erinnert das sogenannte Vorderschloss (Torhaus, Nebengebäude, Ställe). Heimatstube, Ausstellungsraum und Stadtarchiv sind hier untergebracht. Zu erkunden sind Teile der Wehrmauer, des Wassergrabens und eines Verteidigungsturms. Dem Schlosspark verleihen alte Baumbestände und die aus dem ehemaligen Wassergraben hervorgegangenen Teiche einen reizvollen Charakter. Aufgrund seines Ahornbestandes ist der Park Landschaftsschutzgebiet.“

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