Motorsport-Hochburg.

Sabine Mischok aus Cottbus war ganz begeistert vom Schlossmotiv und reimte: „Heut ist Fürstlich Drehna zu sehen! / Jahrhunderte sollten vergehen / bis zum modernen Hotelbetrieb / und Filmort für „Der Meisterdieb“. / Was sonst geschah in all den Jahren / Könnt ihr im Jahrbuch 8 erfahren.“
Ein ganz anderes Thema greift Arno Schulz aus Guben auf: „Den Ort verbinde ich immer mit der Motorsportfamilie Wolf. Seit 1955 dominierte Ernst Wolf im Motocross in der DDR. Er holte neun Meistertitel im Motocross. Danach siegte er mehrmals als Rennbootpilot mit einem 500 cm³ Außenborder, stieg aber wieder auf Motorräder um und feierte Erfolge bei Gras- und Sandbahnrennen in der DDR. Nach seinem Tod 2014 setzte die Familie diese Tradition im Motocross fort.“
Frank Irmer aus Cottbus schreibt: „Wir sind in Fürstlich (seit 1807), vorher Deutsch Drehna. Die Umbenennung fand mit dem Kauf durch Moritz von Lynar statt. Zu dieser Zeit entstand auch der Schlosspark durch h Lenné. Die Geschichte begann als Wasserschloss. Vormals getrennte Gebäude wurden im 15.Jahrhundert durch die Familie Minkwitz unter einem Dach zusammengefasst. Nach starker Beschädigung im Dreißigjährigen Krieg, Sanierungen und Umbauten, Plünderung im Zweiten Weltkrieg, Enteignung, fast Abriss und schließlich Rekonstruktion durch die Brandenburgische Schlösser GmbH wurde es ab 2007 von einem privaten Betreiber zum Hotel umgebaut. Leider wurde dieses 2024 geschlossen.“

Letzteres greift auch Ines Krätsch aus Döbern auf: „Das schöne Foto ist im Jahrbuch NiederLausitz zwanzig-vierundzwanzig enthalten, und es wird die Geschichte des Schlosses bis 1992 erzählt. Im Mai 2025 berichtete rbb24: ‘In Fürstlich Drehna (Dahme-Spreewald) steht ein Wasserschloss, dessen dazugehörende Gastsstätte lange auch Teil des Dorflebens war. Seit Anfang 2025 ist das anders: Das Wasserschloss ist nun ausschließlich für Tagungs- und Seminargäste geöffnet. Für die meisten Dorfbewohner bleibt es verschlossen. Im vergangenen Jahr kaufte der Potsdamer Unternehmer Marc Hildebrandt das Wasserschloss und gab es an die französische Unternehmensgruppe Châteauform weiter. Seit der Übernahme des Wasserschlosses durch Hildebrandt hat sich nicht nur die Nutzung des historischen Bauwerks verändert, sondern auch seine Bedeutung für den Ort. Das Gelände wurde durch das neue Konzept zunehmend vom Alltag der Gemeinde entfernt.’”
Petra Szickora aus der Jamnoer Hauptstraße in Forst weiß: „Schloss Fürstlich Drehna hat mächtige Türme und einen Fachwerk-Uhrenturm. Ein großzügiger Landschaftspark, ca. 52 ha, trägt die Handschrift von Peter Joseph Lenné. Seit 1745 gehört eine Schlossbrauerei dazu. Bekannt ist Fürstlich Drehna auch durch seinen Motorsportclub. Leider war ich selbst noch nie dort, aber ich denke, ein lohnendes Ziel.“

Manfred Gnida aus Spremberg berichtet: „Die Sommertour erreicht einen Ort, dessen Ersterwähnung in das Jahr 1301 fällt – das heutige Fürstlich Drehna.Von 1521-1697 belehnten den Rittersitz drei Geschlechter als Herrschaftssitz. Dann übernahm Baltasar Erdmann Graf von Promnitz die Standesherrschaft. Wechselnde Besitzer machten durch vielfachen Umbau aus dem Anwesen eine Vierflügel-Anlage. 1793 kam Drehna an Graf Moritz Ludwig Ernst zu Lynar; Kaiser Franz I. erhob ihn in den Fürstenstand, und so bekam der Ort 1806 den Namen Fürstlich Drehna. 1877 ging die Herrschaft an Christian Heinrich Wätjen und wurde ein Jagdgut. Sein Sohn Carl war hier bis er 1928 verstarb. Der Ort lag dann bis 1945 in den Händen von Familie Wallenberg-Pachaly. Nach dem Krieg zogen Umsiedler in das Schloss. Es diente dem Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Finsterwalde als Berufsschule, 1972 war dort der Jugendwerkhof ‘Neues Leben’, der 1986 geschlossen wurde. Es folgte Leerstand. – Zum Schlossensemble gehört ein wunderschöner Park. Leider stand ihm eine bedrohliche Zeit bevor, als sich 1978 der Tagebau Schlabendorf näherte. Drehna bekam 1991 seinen Fürstlichen Namen zurück, aber Schloss und Park verlangten mehr Aufmerksamkeit, der sich 1995 die Brandenburgischen Schlösser GmbH widmete. 2007 wurde aus dem Schloss ein Hotel mit Gaststätte. 2025 kaufte der Potsdamer Marc Hildebrandt das Schloss und überließ es einer französischen Unternehmensgruppe. Fürstlich Drehna hat aber noch mehr Sehenswertes: den Park mit Ansicht vom Schloss, den Markt mit Kirche, das historische Gasthaus ‘Zum Hirsch’ von 1730 sowie den Gutshof mit Brauerei, die leider vor kurzer Zeit, wie ich es gelesen habe, den Betrieb einstellte. Oft besucht habe ich das Motocross-Rennen, das am 10. Juli 1955 das erste Mal am Mühlberg ausgetragen wurde.“

Dieter Leubauer aus Cottbus schreibt: „Fürstlich Drehna, ein Renaissancebau, war ab dem 14. Jahrhundert Sitz der Standesherrschaft Drehna. In der Folgezeit gab es viele Besitzerwechsel und nach 1945 verschiedene Nutzungen. 2007 bis 2024 war es Hotel, was sich wohl nicht ‘gerechnet’ hat. Der Schlosspark hatte vor Jahren durch den Braunkohlentagesbau einiges seiner Größe eingebüßt, doch der verbliebene Rest ist ganz ansehnlich“.
Jens Pumpa aus Cottbus weiß: „Am 20. April 1945 wurde das Schloss durch Soldaten der Roten Armee geplündert. Zu DDR-Zeiten war es FDGB-Schule und später Jugendwerkhof. 1986 stand das Schloss leer.1995 wurde das Bauwerk mit sieben weiteren Gebäuden von der Brandenburgischen Schlösser GmbH übernommen.“ Klaus Reiter aus Cottbus ergänzt: „Fürstlich Drehna wurde voriges Jahr von Marc Hildebrandt gekauft. Seit 1301 gab es die Wasserburg. Im Erdgeschoss finden wir das Zellen-, Rippen-, Tonnen- und Kreuzgratgewölbe noch erhalten. Der Park wurde von Peter Joseph Lenné geschaffen, und Prof. Helmut Rippel rettete das Anwesen vor dem Tagebau. Die Brauerei wurde aus Hygienemängeln 2025 geschlossen.“
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