Spremberg. Die Schlossbrücke mit Blick zum Bismarckturm

damals100701_spbBrücke mit Turmblick
Nur Lange Brücke war nach dem Krieg intakt
Hans-Joachim Nevoigt erkannte das Motiv und schreibt: „Unverkennbar die Schlossbrücke, erkannt am Blick zum Bismarck-Turm. Baugleich gab es noch so eine Brücke über die Spree an der Liebesinsel für die Stadtbahn zum Hauptbahnhof bis 1945. Dann wurde sie gesprengt. Heute ist dort eine Holzbrücke. Diesen letztgenannten Übergang wollte mal das Sprela-Werk für seine vielen Waggons mit Faserplatten von Ribnitz-Damgarten nutzen. Die Kosten für das Brückenbauwerk waren aber zu hoch. Alle vier Spreebrücken wurden Mitte der 30er-Jahre aus strategischen Gründen der Kriegsvorbereitung erneuert. Die Lange Brücke, Kant-Brücke, Schlossbrücke und Forster Brücke. Drei Brücken davon wurden gesprengt, nur die Lange Brücke blieb ganz. Erzählt wurde, dass jemand die Zündleitung durchgeschnitten hatte.
Drei Jungs sitzen auf dem Brückenbogen. Darüber laufen war immer die Mutprobe bei der Stadtbahnbrücke an der Liebesinsel. Das Pferdefuhrwerk mit dem stabilen Wagen, Gummibereifung kam erst später auf.
Im Hintergrund das Wohnhaus der Familie Gasser – Ofenbaumeister. Das erste Gebäude ist das ehemalige Kreisgericht und wird heute vom Enkelsohn von Heinrich Hagen – Hutgeschäft und Bekleidung – renoviert und umgebaut.“
Auch Helga Reichstein erkannte das Motiv und ergänzt: „Zu sehen ist die Kleine Spree. Das Gebäude im Hintergrund ist das ehemalige Gerichtsgebäude.“