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Spremberg: Eine Bäckerei-Geschichte

Bilder aus dem alten Spremberg | Von | 24. Mai 2008

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Eine Bäckerei-Geschichte am Georgenberg

In dieser Woche zitieren wir aus einer Zuschrift von Manfred Gnida: „Zu einer Zeit, als dieses Haus erbaut wurde, war der Georgenberg noch nicht so dicht besiedelt, aber ein Bäckermeister sah damals diesen Standort als eine Marktchance. Führte doch die Ausfahrtsstraße aus der Stadt in Richtung Ost und zur Bahnhofsnähe hier vorbei. So baute der Bäckermeister Wilhelm Topper, der bis zu dieser Zeit eine Pachtbäckerei in der Stadt betrieb, 1926 hier an der damaligen Forster Chaussee 11 seine eigene ‘Conditorei’ mit Café. Damals konnte man etwa 25 Bäckereien, teilweise mit Conditoreien und Cafés, in unserer Stadt finden. Sehr wechselvoll ist die Geschichte der abgebildeten Bäckerei in der heutigen Georgenstrasse 17.
So verpachtete noch vor dem II. Weltkrieg Bäckermeister Topper seine Bäckerei an Richard Beicher.
Nach dem II. Weltkrieg wurden einige Gebäude der damals nahe gelegenen Kaserne, so auch dieses Haus, durch die Rote Armee beschlagnahmt. Wie mir bekannt ist, wurde diese Aktion zu einem Schicksal für Bäckermeister Topper, denn er weigerte sich, sein Haus an die Rote Armee abzugeben und galt seit dieser Zeit als verschollen. Der Betrieb der Bäckerei ging aber weiter und Frau Topper kündigte 1953 den Pachtvertrag mit dem Bäckermeister Beicher und führte das Geschäft von nun an mit Bäckermeister Karl Hoffmann, den sie später auch geheiratet hat. Gesundheitliche Gründe zwangen leider 1956 zur Aufgabe des florierenden Geschäfts. Etwa sieben Jahre betrieb nun bis 1963 Bäckermeister Alfred Noack die Bäckerei. Nun folgte eine Zeit, in der der Name Trogisch lange in Spremberg und dessen Umfeld zu einem Begriff wurde. Vorher war die Trogische Bäckerei in Heinrichsfeld zu finden, bevor sie sich nun auf dem Georgenberg ansiedelte. Viele werden die Erzeugnisse seiner Backwarenprodukte noch in Erinnerung sein, denn sie waren ja auch sehr schmackhaft. Max Trogisch übergab am 1. Januar 1970 sein Geschäft an seinen Sohn Horst, welcher aber leider am 1. Oktober 1984 aus persönlichen Gründen die
Bäckerei an den heutigen Besitzer Heinrich Pivec verkaufte. Auch die Produkte des heutigen Bäckermeisters, die unsere Familie öfters auch selbst kauft, schmecken so gut, wie die seines Vorgängers.“



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