Spremberg: Häuser auf der linken Uferseite stehen heute nicht mehr

damals120331_spb„Haus unter!“ in Spremberg / Wohnhäuser am linken Ufer wurden abgerissen
Helga Reichstein schreibt: „Nach der Häuseransicht möchte ich sagen, es ist das ­Hochwasser von 1930 von der Bahnhofstraße, damals Hindeburgbrücke, Richtung Schloss.“
Gisela Mildner schreibt: „Im Dunst noch erkennbar ist das Schloss, der Hausgiebel mit Firmeninschrift und das Gebäude des ehemaligen Amtgericht. Die an der Spree gebauten Häuser sind im Stadtbild nicht mehr vorhanden, teilweise sicher auch durch das Hochwasser beschädigt. Jetzt befindet sich dort eine befestigte Straße als Durchfahrtverkehr. So hoch wie „damals“ besteht keine Gefahr mehr durch die Spree, die Talsperre behindert dieses.“
Hans-Joachim Nevoigt schreibt: „Ein Foto vom Hochwasser an der kleinen Spree von der Brücke Bahnhofstraße aus gesehen. Das Schloss und das Amtsgerichtsgebäude sind in dem Nebel nur schemenhaft zu erkennen. Die kleinen Häuser am linken Rand haben den Krieg überstanden, wurden aber später abgerissen. Die Wohnverhältnisse waren zu schlecht. Gegenüber war die Mariengasse mit vier Grundstücken. Diese gehörten dem Fuhrwerkbesitzer Paul Künstler (direkt an der Stadtmauer), dem Rossschlächter Bläsche und dem Dachdeckermeister Wörfel mit Sohn. Ein kleines Haus steht heute noch an der rechten Uferseite. Dieses Haus hat ein kleines Schild mit dem Datum des Sommerhochwassers vom 1. August 1897 im Putz eingelassen.

Manfred Gnida ergänzt noch etwas zum Hochwasserfoto: „Oft wurde aus vergangener Zeit die Stadt durch Hochwasser in Erinnerung gebracht. Viele werden sich noch an das Sommerhochwasser von Juli und August 1981 und auch an die kritischen Pegelstände in den Folgejahren erinnern. Eine furchtbare Hochwasser-Katastrophe vom 29. Oktober 1930 erkennt man an der Kleinen Spree im Schlossbezirk.

Der Blick geht von der damaligen Hindenburgbrücke auf das Gebäude an der Kleinen Spree, den Schlossbezirk und auf das Schloss. Es wurden die überfluteten Häuser geräumt und die Feuerwehr sorgte in Tag- und Nachteinsätzen für die Rettung von Menschen und Gegenständen. Dammbrüche sorgten für unvorhersehbare Auswirkungen und nicht nur dieser Teil der Stadt wurde überflutet, sondern das Gebiet um den Pfortenplatz, Bergstraße und weitere tiefer gelegene Stellen wurde Opfer des schnell steigenden Hochwassers.“