Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Altes Spremberg: Tankstelle in der Berliner Straße - Märkischer Bote Altes Spremberg: Tankstelle in der Berliner Straße Altes Spremberg: Tankstelle in der Berliner StraßeMärkischer Bote
Freitag, 23. Februar 2024 - 02:02 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Overcast
11°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Altes Spremberg: Tankstelle in der Berliner Straße

Bilder aus dem alten Spremberg | Von | 29. April 2007

Minol-Tankstelle

Minol-Tankstelle

„Dieses Foto wurde in der Berliner Straße aufgenommen, es ist die Minol-Tankstelle“, schreibt uns Ursula Hadlatz, wie viele andere Leser auch. Aber: „Hier arbeitete ich von 1983 bis zur Wende, dann wurden wir von der DEA-Tankstelle übernommen. Ich habe hier gern die Autos betankt, und es gab auch mal ein nettes Wort von den Kunden. Es gab auch lange Warteschlangen. Wir haben in zwei Schichten gearbeitet und am Wochenende den ganzen Tag.“ Weiter schreibt Ralf-Dieter Drews: „Die Aufnahme dürfte etwa 1970 entstanden sein, denn an der Tankstelle ist ein neuer Trabant 601 zu erkennen, der ab 1964 in Serie gebaut wurde. Der Betrieb an der Tankstelle hielt sich damals in Grenzen, denn der Sprit war zwar billig aber die Autos teuer. Hier gab es vier bis fünf Zapfsäulen für Normalbenzin, sowie eine breite Spur für Dieselfahrzeuge (LKW). Der uneingeschränkte Herrscher war der Tankwart, besaß er/sie eine kleine Handkurbel. Ohne sie ging gar nichts, denn nach jedem Tanken und Bezahlen musste der Tankwart den Zähler von Hand wieder auf Null drehen. Und das konnte manchmal dauern… Ein besonderes Erlebnis war es, wenn sich der Tankwagen angemeldet hatte, dann ging in der Einfahrt ein Schlagbaum runter und nichts ging mehr! Der Tankstellenshop war nur auf den Verkauf von Zündkerzen, Öl und notwendigste Dinge des Weiterkommens beschränkt. Am vorderen Häuschen rechts konnte man die Reifen aufpumpen. Allerdings war der Schlauch so kurz, dass man das Auto fast wenden musste.“
Erinnerungen an die Zeit mit Holzvergaser-Motoren hat Hans-Joachim Nevoigt: „Rechts befand sich das Gaselager, dort haben wir bis in die 60er-Jahre Flüssiggas für die Autos geholt. Dahinter befand sich eine lange Garagenfront und ein offener Schuppen, wo ein Rentner-Ehepaar Tankholz hackte für die Holzgas-Generatoren-Autos. In der Kaserne gab es sogar einen Fahrschulpanzer mit Holzgasgenerator. Das Kleine Wohnhaus gehörte Paul Gries und Frau, denen auch das Gaselager und Tankstelle gehörte.“

Weitere Beiträge über das historische Spremberg und das Umland finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: