Hier werden meist jene kritisiert, die an welchen Strippen der Macht oder Ohnmacht auch immer, mal mehr oder minder kräftig ziehen. Dieses Mal müssen aber jene auch einmal im Mittelpunkt stehen, die nicht politische Entscheidungsträger sind, aber dennoch viel zu tragen haben: unsere Zeitungsausträger. Gerade jetzt, wo sich der Frühling breit macht, möchten wir allen Zeitungsausträgern des Märkischen Boten dafür danken, dass sie bei Eis und Schnee, bei Wind und Kälte sowie auf vereisten Gehwegen und verschneiten Straßen im Winter unterwegs waren, um die Heimatzeitung an die Haustüren der Leser zu bringen. Jeden Samstag sind es 333 Zuverlässige, die sich noch vor dem Frühstück per Rad oder zu Fuß auf den Weg machen, 112500 Zeitungen auszutragen. Ohne diese 333, in der Zeitung oft Gesichtslosen, wäre jedes hier geschriebene Wort, jedes Foto und jede Anzeige nicht mal als sanftes Miauen eines zahnlosen Papiertigers in der Region zu vernehmen. Erst durch sie wird das geschriebene Wort auch zu einem gelesenen. Eisige Hände und kalte Ohren – nicht viele lassen sich für die Arbeit des Zeitungsausträgers begeistern. Der Wunsch, samstags im warmen Bett liegen zu bleiben, ist niemandem zu verdenken. Auch die Last dutzender Zeitungen samt Beilagen darf nicht unterschätzt werden. Gerade deshalb ist es uns, die im beheizten Büro ihre Zeilen tippen, wichtig, ein paar dieser Zeilen den Boten des Märkischen Boten zu widmen. Wir danken für die Mühen im Winter und wünschen ein angenehmeres Austragen im Frühling. Wir sind froh, so zuverlässige Austräger gefunden zu haben. Tausend Dank! Mathias Klinkmüller






