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Jürgen Heinrich kommentiert: Den Frieden wählen - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Jürgen Heinrich kommentiert: Den Frieden wählen

24. Mai 2019 | Von | Kategorie: Kommentare |

An diesem Sonntag haben wir die Wahl. Und das gleich zweifach.
Geredet und gestritten wurde viel über die Programme und Kandidaten für die Gemeinden, Städte und unsere Niederlausitzer Kreise. Etwas zu kurz kam dabei die Wahl, die eigentlich die viel wichtigere ist: unser Votum für ein starkes, sicheres Europa.
Ja, wir stimmen an diesem Sonntag auch hier in der Niederlausitz, an der Grenze zu Polen und gar nicht so weit entfernt von höchst unsicheren europäischen Randregionen über unsere Zukunft in Frieden ab. Der ist keineswegs so selbstverständlich und sicher, wie es – zum täglichen Glück für uns alle – den Anschein hat.
Der Autor dieser Zeilen weilte in diesen Tagen (wie nicht zufällig auch unsere Bundeskanzlerin) in Kroatien. In manchen Orten schwelen dort noch die Kreuze auf den Gräbern. In der Stadt Vukovar an der Grenze zu Serbien erlitten 1991 bis ´95 tausende Menschen genau jene Grausamkeit, wie deutsche Vertriebene aus Städten und Dörfern der heute polnischen Niederlausitz. Grässliche Szenen sind dokumentiert – aus einer Zeit, die fast noch Gegenwart ist. Wir hier taumelten im Glück der Einheit. Auf Vukovar bombten NATO-Truppen, auch deutsche, gegen serbische Aggressoren. Unbeschreibbares Leid!
Kroatien gehört heute zur EU. Auch das geschundene Vukovar. Serbien nebenan ist EU-Kandidat. Dort rasselt es aber, und der Anspruch auf das Kosovo verstummt nicht. EU – das ist für Menschen in Kroatien heißes Hoffen und vielleicht in Irland und wohl auch bei uns die einzige Möglichkeit für Frieden mit Garantie. Wir sollten dafür unsere Stimme abgeben.
Vor Ort ist es einfach. Die drei Kreuze gehören Leuten, von denen wir wissen, dass sie sich nützlich machen fürs Gemeinwohl. Man kennt da seine Pappenheimer. Wenn uns allen die EU gelingt, werden wir´s daheim mit neuen und alten Leuten packen. Das ist die Botschaft dieses Wahlsonntags. J.H.

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Ein Kommentar auf "Jürgen Heinrich kommentiert: Den Frieden wählen"

  1. Reimers, Ullrich sagt:

    Europawahl ?
    Für mich ist das keine Europawahl sondern eine mehr oder weniger : EU – Wahl.
    Europa, das ist noch mal sehr viel mehr Territorium, ist auch Russland bis zum Ural, ist
    Belorussland, die Schweiz, sind transkaukasische Staaten, der ganze Balkan, und ein großer
    Teil Türkei. Soviel zum sachlichen Teil. Es geht also um den Teil, der sich –selbsternannt -westlich nennt und dabei die Wirtschaftsgeschäfte der Banken und Großindustrie und der Agrarlobby besorgt und damit auch als Zubringer des Teils der Welt aktiv ist, der Massen an Waffen in Kriegsgebiete exportiert, seit Jahrzehnten Spannungen und Kriegslügen der Nato produziert, Flüchtlingsströme auslöst und dann auch noch die Systeme anderer Staaten als Demokratieexport gewaltsam ändern möchte.
    Einmischung nennt man solche Natopolitik, auch wenn sie zum Teil angeheuerte Journalisten mit dem Aufdruck Pressefreiheit besorgen.
    Europa, das sind auch die Drohnenlenker in Deutschland für die Bombenfracht Richtung Naher Osten und die Panzerzüge durch die Lausitz in Richtung Aufmarschgebiet Polen und
    Baltikum. Von alledem habe ich bei den oft so aufdringlich hektischen Schaudebatten nichts
    gehört. Dafür von einem Grundgesetz, das kaum ein Deutscher kennt, für das weder ein
    Westdeutscher, noch ein Ostdeutscher, noch ein Gesamtdeutscher je eine demokratische Stimme abgeben durfte. ( Dafür zweimal für die DDR-Verfassung , „richtig westlich“ mit
    Alternative,und mit Kreuzchen im Kreis )
    Übrigens Bayern hat dieses Grundgesetz bis heute nicht mal durch seine Landesregierung
    unterzeichnet !!
    Aber : ARD und ZDF und so manches Blatt verkünden : Deutschland feiert sein Grundgesetz,
    Deutschland fiebert der Europawahl entgegen, Deutschland…Deutschland…Übertreibungen, faktische Lügen, aufdringliche Sprechblasen der gut bezahlten Politprominenz.
    Und das so übereinstimmend, dass man eigentlich nur ein Fernsehprogramm und eine Zeitung
    brauchte. Für die DDR nannte man einst noch viel weniger eine Gleichschaltung.
    Die bei solchen Krampfthemen stets mehr als halbierten Einschaltquoten der Sender, die man sich beim Fußball so gern an die Brust heftet, die geben Signal was der so oft fast genötigte Bürger davon hält.
    Von der Jagd der eigentlichen Europaregenten nach Profiten aus wohnen, betreuen, Altersversorgung, Kindererziehung, Krankenversorgung, aus Spekulation mit den
    Geldern der Bürger aus stattlich begünstigten Umweltmissachtungen im Verkehr oder der
    Agrarwirtschaft, der Korruption im privaten Wohnungsgeschäft oder gar der blühenden
    Beraterbestechung für die Bundeswehr, kein Wort bei den Wahlvorstellungen.
    Dafür erfährt man schon nach kurzer Wahlzeit der ersten Länder die „Ergebnistendenzen“.
    Solche Wahleinmischung 2 Tage vor unserer Wahl , was ist noch offensichtlichere
    Wahleinmischung, als man es dem Herrn Trump und Russland immer gern vorwirft.
    Kurz : Man war genervt, erbost, auch manchmal entsetzt über die geringen Chancen einer
    Veränderung. Man hört von dem meterlangen Wahlzettel mit Parteinamen, die
    man im EU –Parlament in dieser Form gar nicht gibt. Ein grauer Nebel.
    Wen wundert es, dass da für Viele die Bürgermeisterwahl in seinem Dorf zu Hause
    sehr, sehr viel wichtiger ist als eine langweilige, teure und in seinen Inhalten so gering
    demokratische Abstimmung für ein fast anonymes Westeuropaparlament.
    U.Reimers
    Spremberg

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