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Jürgen Heinrich kommentiert: Gießen, gießen, gießen

Kommentare | Von | 28. Juni 2019

Ganz gleich, wie wir den heurigen „Siebenschläfer“ interpretieren – Regen bringt er unserer hitzigen Lausitz gewiss nicht. Es verhält sich wie mit anderen Lostagen oder Bauernsprüchen: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich’s Wetter – oder es bleibt wie es ist. In diesem Falle ist der „Hahn auf dem Mist“ das Problem. Gibt es Kinder, die je einen Hahn auf dem Mist sahen oder gar krähen hörten?
Bei den sieben Schläfern, die eingemauert waren und nach 195 Jahren (!) aufwachten, um die christliche Auferstehung zu bezeugen, wird es noch verzwickter. Was hat die Bauern bewogen, sie als Wetterpropheten zu rekrutieren? Keiner weiß es. Aber die Überzeugung bleibt verbreitet: So wie das Wetter am Siebenschläfer – Donnerstag dieser Woche – ist, bleibt es sieben Wochen. Tolerantere Bauern räumen ein: So wie sich die Großwetterlage zwischen 27. Juni und 8. Juli aufbaut, bleibt sie mehrere Wochen bestehen. Da gehen auch ernstzunehmende Meteorologen mit. Für uns in der Lausitz heißt das in den kommenden Wochen: Gießen, gießen, gießen. Nein, uns killt kein Klimawandel. Wir haben nur einen zweiten Traumsommer und wollen das Beste draus machen. Leser aus Cottbus und anderen Orten beklagen, dass öffentliche Anlagen und junge Bäume nicht bewässert werden. Das ist in der Tat sehr ärgerlich und zeugt von wenig weitsichtiger Kommunalpolitik. Städte und Dörfer geben viel Geld für Parks und Wohngrün aus, oft flankiert von Fördermitteln. So wie jeder Kleingärtner bedenkt, dass sein Rhododendron irgendwann nach der Gießkanne schreit, wissen Kämmerer oder Bürgermeister, dass sie Mittel für Grünpflege einzustellen haben. Die Wasserkosten sind dabei das Geringste; es müssen die gelobten „Wasserträger“ bezahlt werden. Auf Gutmütigkeit der Bürger von vornherein zu setzen und so Personalkosten zu sparen, ist nicht fair. Zum Glück nehmen die Leute trotzdem ‘ne Kanne zur Hand… J.H.

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