Kampf um Medaille und Nachwuchs

kommentar_j_haberlandAm Freitag kommen die weltbesten Feuerwehr-Sportler aus 16 Nationen nach Cottbus, um sich im Hakenleitersteigen vor der Stadthalle, in der 4×100 Meter Stafette, im 100 Meter Hindernislauf und im Löschangriff im Sportzentrum zu messen. Unser Team Lausitz bildet den Kern der Deutschen Nationalmannschaft, die als Gastgeber mit einer zweiten Mannschaft außer Wertung starten darf. Sie anzufeuern sollte uns eine Ehre und Verpflichtung sein. Es sind Freizeitsportler, die sich nicht verstecken zu brauchen neben den Berufssportlern vornehmlich aus Osteuropa. Nur Zehntelsekunden werden sie hinter den Weltbesten zurück liegen.
Diese ehrgeizigen Sportler sind alle auch Feuerwehrkameraden, haben selbst bei Autounfällen, Waldbränden oder vergifteten Wohnungen Menschen gerettet. Sport und Rettungseinsätze gehen Hand in Hand, und so ist auch die Feuerwehrsport-WM ein Einblick in die Leistungsfähigkeit unserer Kameraden.
Hoffentlich hilft diese beeindru­ckende Sportshow, die zurecht als Familienfest gestaltet und zum Start am Freitag ins Stadtzentrum geholt wurde, mehr Kinder und Jugendliche für die so wichtige Rettungsbereitschaft zu begeistern. Merzdorf geht schon einen Schritt weiter und bringt den „Gartenzwergen“ Grundlagen spielerisch bei. Zurecht ist Branddirektor Bernd Brodowski erstaunt über die prompten Antworten der Fünfjährigen auf die Frage nach der Notrufnummer. 112 schallt es im Chor.
Die Sport-Kameraden kämpfen ab Freitag. Nicht nur um den Sieg auf den Bahnen, sondern um Nachwuchs, damit es nicht zum Pflicht-Feuerwehrdienst kommen muss. Jens Haberland