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Kommentar: Aufs Dorf

Kommentare | Von | 9. Juni 2023

An Stammtischen erzählt man sich, dass manche Bauern die Roste in ihren großen Kuhställen zubetonieren und wieder dick Stroh einstreuen. Statt gut100 Hochleistungs-Milchkühen stehen jetzt zehn Streichelkühe in solchen Ställen. Milch geben die nicht, aber edelstes, extrem teures Fleisch. Gegessen hat’s hier noch keiner. Aber seit zum Beispiel zwischen Kolkwitz und Ströbitz kaum noch Rinder weiden, fürchtet mancher in dieser Gegend, dass auch hier die Milchkuh zum Verlierer aktueller Agrarpolitik werden könnte. Nur Stamtischparolen? Der bäuerliche Strukturwandel mit monotonem Feldbau und immer weniger Tieren wird inzwischen so polarisierend debattiert, wie des Gendern und andere Überflüssigkeiten. Immerhin sind Landwirte, aber auch Gärtner oder Winzer sehr erfreut über die öffentliche Neugier an ihrem keineswegs leichten Alltag. Deutschlandweit haben viele kleine bäuerliche Betriebe aufgegeben. Auch in der Lausitz?
Dieses Wochenende ist Gelegenheit, einschlägigen Fragen auf den Grund zu gehen und dabei möglicherweise kurzweilige Stunden auf dem Bauernhof oder im Weinberg zu erleben. In nun schon 28. Auflage steht die „Landpartie“ im Programm. 153 Betriebe in 140 Orten brandenburgweit öffnen ihre Hof-, Stall- und Scheunentore und zeigen, was Sache ist in landwirtschaftlicher Realität.
Dass es dort technisch oft höchst modern zugeht, kann jeder Wanderer beobachten, wenn er der Feldbestellung und später den Erntemaschinen zusieht. Die werden millimetergenau per Navi durchs Korn laviert, und der „Erntekapitän“ schwitzt längst nicht mehr in vollklimatisierter Kabine auf dem Mähdrescher. Drohnen kreisen über den Felden und melden Wildkitze, und die Kühe, wo’s noch echte gibt, wandern von selbst zu ihren Melkanlagen, die jetzt Melkroboter heißen. Stimmt: Solch neues Bild vom Bauern könnte junge Menschen begeistern. 15 Ausbildungsbetriebe warten auf sie. Wer mehr wissen mag als die Stammtischbrüder, kann sich auf den Weg aufs Dorf machen… J.H.

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