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Kommentar: Dieses Brausen

Kommentare | Von | 3. Juni 2022

Mit diesem Fest wussten wir wenig anzufangen, und es gab ja auch den Satz: Pfingsten sind die Geschenke am geringsten. Genauer: Nitschewo -gar nichts gab es.
Mit dieser Beschreibung werden wir heute aber dem Pfingstfest nicht gerecht. Immerhin sieht es die christliche Kirche als das Datum ihrer Geburt, weil 50 Tage nach dem Entschwinden des Gekreuzigten „ein gewealtiges Brausen“ kam, und nun Christis Gefolgsleute Mut und Tatkraft fühlten, Religion zu verkünden.
Irgendwie kommen wir Menschen uns hier in der Lausitz derzeit auch nachösterlich rat- und kraftlos vor. Kurios, wie diese Woche in der Generaldebatte dieses Bundestages ein Kanzler den Oppositionsführer anblaffte, sein Vortrag sei „dahergeredetes Zeug“. Dabei ist beiden, Scholz und Merz, lästig, was da Millionen ihrer Wähler so „daherreden“ gegen ihren Krieg. Es scheint ihnen lästig, dieses sorgenvolle Verharren des Volkes. So zoffen sie sich fern der deutschen Gemütslage. „Ihr Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Wehrpflicht abgeschafft!“, zetert Scholz (SPD), und statt zu entgegnen: „Gut so!“, wirft der machthungrig-gocklige CDU-Mann dem Kanzler vor, er schicke nicht genug schwere Waffen in die Ukraine. Welch Trübsal im ratlos gewordenen Land. Nicht nur über Berlin liegt dieser Schleier, auch in Cottbus war er bei einem „Bürgerdialog“ diese Woche zu spüren, wo Wortmelder formulierten, „die Oberen (der Stadt) tun vermutlich sogar Gutes, aber leider wie in einer Blase; außerhalb kann die Dinge kaum noch jemand nachvollziehen.“
Die Apostel des Pfingsttextes beschreiben, dass versammelte Menschen redeten, aber sich nicht verstanden, als hätten sie verschiedene Sprachen. Dann geschah dieses Brausen, und Mut, Klarheit und Kraft verbreiteten sich. Ach geschähe es doch heute! Den guten Brause-Geist verkörpert im Kirchenbild eine weiße Taube. Nicht zufällig flog die ins weltliche Verständnis als Symbol des Friedens. Auch der Hoffnung. J.H.

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