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Kommentar: Digital betrachtet

Kommentare | Von | 11. Januar 2019

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Jürgen Heinrich kommentiert

Aus der Flut der Informationen an diesem Jahresanfang ragt, abgesehen von Schnee (massenweise in den Bergen) und Sturm (Flutwellen an der Ostsee) spitz und trotzig der Begriff „digital“ heraus. Kein Grußwort ohne Digitalisierung. Selbst die analogsten aller Vorgänge, die menschliche Nähe, will die Cottbuser Stadtverwaltung jetzt digitalisieren. Genaueres weiß keiner, aber der Neujahrsempfang stand unter diesem Motto. Vielleicht steckt dahinter die Vermutung, dass perfektionierte Digitalität Ersparnis bringt und die Menschen dann mehr Zeit füreinander haben. Vermutlich entpuppt sich das aber bald als ein Trugschluss.
Die „Digitaloffensive“, das wissen wir, beginnt erstmal, wie die 1990er Telefon-Offensive, mit kilometerweisen Kabelgräben und dazu Glasfaserstrippen. Daten verdienen Geld durch Geschwindigkeit und brauchen daher Breitband. Und sie brauchen schon parallel dazu die menschliche Fähigkeit zum Fingerzeig (Vom Zeigen mit dem Finger auf einzelne Daten leitet sich „digital“ lateinisch ab).
Die IHK hat jetzt recherchiert, dass Unternehmenstechniken da schon ganz flott mitmachen, die Mitarbeiter aber kaum hinterher kommen. Geschieht kein (Ausbildungs-)Wunder, flitzt das schnelle Internet demnächst dem Wissensstand der Bediener davon. Immerhin über ein Drittel von fast 1000 befragten Unternehmen baten die IHK um Hilfe bei der Weiterbildung. Und es gibt dafür jetzt tatsächlich erste gute Angebote.
Digital betrachtet, wird 2019 demnach vor allem ein Lern-Jahr. Büffeln, büffeln, büffeln. Digitalisierung ist steter Wandel, glaubt IHK-Chef Peter Kopf: „Kaum ist ein Projekt abgeschlossen, drängt das nächst nach vorn.“ Nach Gemütlichkeit klingt das jedenfalls nicht im neuen Jahr.



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