Das Wetter wurde in den letzten Tagen von den Medien zum Aufreger der Woche hochgeschaukelt. Dabei war es nichts anderes als eben Winter mit all seinen Tücken – ein paar Zentimeter Schnee, Glatt- oder auch Blitzeis, Frost um 15 Grad minus. Nicht immer angenehm, aber doch auch schön, wie jubelnde Rodelkinder auf allen Hügelchen der flachen Lausitz zeigten.
Den Landwirten dürfte die Schneedecke gefallen haben; sie hätten sich vielleicht auch mehr davon und für längere Zeit gewünscht. Sie, deren Dasein trotz aller technischer Fortschritte so unmittelbar an die Phänomene der Natur, also auch ans Wetter, geknüpft bleibt, trafen sich in der Vorwoche als Verband der Familienbetriebe mit Politikern und Experten zu einer Fachtagung mit dem Thema „Zwischen Dürre und Flut – Wassermanagement in Brandenburg“.
Hier ging es nicht um Schlagzeilen, sondern um die nüchterne Feststellung, dass unsere Breiten zunehmend von Extremen wie anhaltender Trockenheit mit sinkenden Grundwasserständen bis hin und häufigen Starkregenereignissen betroffen sind. Landwirte brauchen praxisnahe Strategien für den Umgang mit der Situation, zuvörderst ein souveränes Wassermanagement. Um das sind Wissenschaft und Politik augenscheinlich stark bemüht, oft genug aber an den Kenntnissen und Bedürfnissen der Landwirte vorbei. Für sie sind landeskulturelle Entscheidungen der Politik nicht selten unberechenbarer als das Wetter. Über die Nutzung und Belastung der Felder, Wiesen und Wälder sollten, natürlich abgestimmt mit den Theoretikern, primär die Landwirte entscheiden, wie die das über Jahrhunderte, ehe technischer Fortschritt das Gleichgewicht störte, verlässlich konnten. Von der Tagung ging ein Forderungspapier an die Politik. Aber lässt sich Wetter von Gesetzen einfangen? Alle – die Städter, die Industrie, alle Nutzer und Verbraucher müssen Ressourcen schonen, um Dürre, Flut oder Eiszeit zu bändigen. J.H.
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