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Kommentar: Herzrythmusstörungen

Kommentare | Von | 5. Juni 2020

„Hauptsache gesund“, sagt man so hin. Mit dieser Hauptsache stimmt aber längst nicht mehr alles. Der Krankenstand war nie höher als jetzt, melden die Nachrichten, wobei von Langzeitkranken schon niemand mehr spricht. Einige sind tatsächlich krank, andere „fühlen sich nicht“ und fehlen im Laufe dieses Lebens auf Dauer. Schade drum, für alle.
Gleich nach der Hauptsache Gesundheit rangiert die Nebensache Geld. „Wir haben kein Interesse, Ihr Geld aufzubewahren“, schrieb jetzt eine Bank ihren Kunden und kündigte Bewahrungsgebühren an. Früher gab’s Zinsen, wenn die auch mickrig waren im Vergleich zu dem, was Banker am Geld verdienen können.
An Geld herrscht – wenn auch an falscher Stelle – Überfluss. Eine regelrechte Schwemme überspült das coronagelähmte Land. 580 Millionen Euro gibt Brandenburg seinen leidenden Kommunen, 130 Milliarden (in Ziffern: 130 000 000 000) streut der Bund in die Weite. Von der Nähe haben die Politiker, die das betreiben, wenig Ahnung. Deutlich wird das am Mehrwertsteuer-Deal. Der hilft der Autoindustrie und anderen Großen; das wurde auch gleich angemerkt – etwas schamlos, darf man hinzufügen. Die befristete Mehrwertsteuersenkung ab Juli von 19 auf 16 bzw. von 7 auf 5 Prozent hat der Bayerngott Söder (CSU) das „Herzstück“ des Konjunkturpakets genannt. Dem lokalen Gastwirt, Handwerker, Händler oder Kleinunternehmer dürfte dieser Unfug eher Herzrhythmusstörungen verursachen, um zum Thema Hauptsache gesund zurückzukommen. Gesund ist das Prozedere der Buchungsumstellungen mitten im Jahr und für kurze Frist keinesfalls. Der entstehende Aufwand frisst den Nutzen komplett und die Rechnung für den Steuerberater steigt ein weiteres Mal. Wollen Söder & Co.  wirklich den Infarkt der kleinteiligen privaten Wirtschaft, um ihren Phantasien ohne ständige Kritteleien freien Lauf lassen zu können?            J.H.

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