Kommentar: Krieg im Schulhof

Verantwortlichen in Politik und Schulverwaltung in Cottbus graust es vor dem Ende der Ferien. Dann werden, wenn vorher nichts passiert, die Schulhöfe und das Wohnumfeld, besonders in Sachsendorf, wieder zu Schauplätzen internationaler Kinder- und Jugendkriminalität. Die Lage sei schlimmer als sich das der gesunde Teil der Gesellschaft vorstellen könne, ließ Oberbürgermeister Tobias Schick diese Woche bei einem Presstermin durchblicken. Da gehe es nicht um landläufige Schulhofraufereien, sondern um organisierte Ausländerkriminalität. Eltern oder ältere Geschwister schicken in einigen Fällen zehn- bis 14jährige, nicht strafmündige Kinder auf Raubzüge. Ermittelt wird aktuell gegen 50 bis 60 Personen. Der Ausgang ist völlig offen, weil der Umgang mit Asylanten, auch mit derart auffälligen, nicht nur in Cottbus sondern generell in Deutschland von dümmlichem Parteiengezänk überlagert ist.

Es gebe eigentlich keine Handhabe im Umgang mit straffällig gewordenen Kindern, stellt der OB fest und fordert grundsätzliche Regelungen im Bund. Um hilfreich zu sein, setzt die Stadt, abgestimmt mit Schulleitungen und Schulkonferenzen, zusätzliche Sozialarbeiter, aber auch Wachkräfte ein. Die finanziellen Mittel dafür hat Cottbus nicht, weil das Land zwar viele Asylanten in große Städte schickt, aber das zur Verfügung gestellte Geld nicht mitkommt.

Es wird erhebliche Kraft kosten, den sozialen Frieden wieder herzustellen. Selbst die höheren Zäune, die jetzt um betroffene Schulen gebaut, der Wachschutz, der aufgeboten und die Wechselsprechanlagen, die an Schultoren installiert werden, können dem angstverbreitenden Spuk kein Ende bereiten. Die Wurzel des Übels liegt in den kulturfremden Familien, die sich der Integration verweigern. Sie müssen, wie es von vernünftigen politischen Kräften längst gefordert wird, als integrationunwillig abgeschoben werden. „Der Staat darf sich nicht ohnmächtig geben oder machen“, sagt Schick. Ein Stadt kann das übrigens auf gar keinen Fall. J.H.

Weitere Kommentare finden Sie hier!