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Schmieden statt Bleigießen

Kommentare | Von | 2. April 2015

Klinkmueller_kommentar_wpDas Bleigießen am Silvesterabend kann Spaß machen – aber nichts bleibt so ungewiss wie die Zukunft. Dennoch lässt sich diese beeinflussen. Die Handwerkskammer Cottbus hat mit dem Rückkehrertag zu Jahresbeginn die Zukunftszügel erneut selbst in die Hand genommen. Dass den Handwerksunternehmen der Region immer stärker der Nachwuchs fehlt, ist eine heutige Tatsache, muss aber keine morgige bleiben. Es bedarf allerdings eines Kraftaktes vieler, damit die Lausitz für junge Menschen attraktiv ist. Die Arbeitsstelle – und zwar die möglichst sichere und nicht allzu knauserig bezahlte – kann nur ein Baustein dieses Kraftaktes sein. Klar, leere Wohnungen braucht kein Vermieter. Der Abriss alleine schafft jedoch alles andere als Attraktivität für junge Lausitzer. Über altersgerechtes Wohnen wird viel diskutiert. Allerdings oft allein unter der Prämisse eines Einzuges von betagten Mietern. Junge Mieter spielen im Denken der Vermieter der Region eine zu geringe Rolle. Grundrisse, die aus den 50er-Jahren stammen, schrecken ab. Innenstadtnahe Freizeitmöglichkeiten von der Streetsoccer-Anlage über Basketballkörbe bis zur Skateranlage sollten in der Stadtplanung selbstverständlich sein. Wer an Arbeits-, Wohn- und Freizeitkonzepten schmiedet, hat ein heißes Eisen im Feuer einer Zukunft, die keineswegs ungewiss sein muss. Bleibt dieser Schmiedehammer aber zu lange eingestaubt in der Ecke stehen, werden wir alle künftig eines tun: warten! Warten auf Hilfe wenn die Heizung streikt, warten auf Hilfe wenn der Strom nicht mehr aus der Dose kommt – warten auf Handwerker. Dann bleibt nur die Kerze. Die reicht zumindest zum Bleigießen.

Sie erreichen den Autor: m.klinkmueller @ cga-verlag.de



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