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Wieder Wehrkunde

Kommentare | Von | 22. März 2024

Während in der Lausitz wieder die Osterwiesen arrangiert und die Vorgartenbäumchen mit bunten Eiern geschmückt werden, verpasst die Politik einmal mehr, den österlichen Friedensappell an die Menschen zu richten. Ostermärsche, die einst machtvoll gegen Rüstung wirkten, gibt es nur noch im Kleingedruckten. Dafür hebt sich die FDP-Politikerin Bettina Stark-Watzinger mit dem Satz hervor, „die Schulen sollen sich auf dem Kriegsfall vorbereiten.“ Eine geradezu absurde Einlassung, die auch nicht an Befremdlichkeit verliert angesichts der Tatsache, dass eine Bundes-Bildungsministerin – genau um die handelt es sich bei Frau Stark-Watzinger – als Häschen ohne Knabberzähne unterwegs bleibt. Denn Bildung obliegt deutschlandweit noch immer den Ländern. So war Hilfreiches zur Überwindung wohlbekannten deutschen Bildungsnotstandes bisher aus diesem zahnlosen FDP-Ministerium sowieso nicht zu hören oder auch nur zu erwarten. Nun aber dieser Vorstoß mit dem Verweis auf Großbritannien, wo „Übungen zum Katastrophenfall zum Schulalltag gehören“. Wie die Katastrophe einst über die Insel kam, sollte Schule ruhig lehren. Und wie Wehrkunde – um nichts anderes handelt es sich wohl – bei Eltern und Schülern ankommt, wissen ehemalige DDR-Lehrer. Die Idee, den Krieg ins Leben der Kinder und Heranwachsenden zu tragen, hat deutlich dazu beigetragen, dass sich Ostvolk wehrte gegen politischen Irrsinn. Die Reaktionen, soweit sich die verschreckten Sprecher überhaupt welche wagen, sind unterschiedlich. Lehrer sagen, es sei Aufgabe der Schulen, den Kindern Ängste zu nehmen – gerade angesichts derber Wirrnisse in auch Kindern zugänglichen sozialen Medien. Nicht Wehrkunde, sondern Friedenslehre gehöre deshalb in die Schulen. Dass in solchen Abschnitten politischer Bildung auch entsprechend ausgebildete Soldatinnen und Soldaten einen Beitrag leisten könnten, ist vorstellbar. Nicht aber so kriegerisch wie bei Stark-Watzinger, bitte. J.H.

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