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Windhöffiger Kiefernknack

16. September 2016 | Von | Kategorie: Kommentare |

heinrich_kommentar_wpHerbstzeit. Donnerstag beginnt astronomisch die Jahreszeit der Reife und des Windes. Schon am Montag sitzen in Potsdam Politiker, Windforscher und Waldschützer zusammen, und möchten gern Sturm entfachen – gegen (oder für) Windkraftmühlen im Walde.
Wir nehmen es praktisch von jedem Fleckchen Lausitzer Erde aus wahr: Brandenburg ist das Land mit den meisten installierten Windkraftanlagen. Über 3 000 inzwischen. Nirgendwo in Deutschland entsteht mehr Windstrom als hier. Das liegt daran, dass wir hier viel von Energieerzeugung verstehen, und ein bisschen auch am Ehrgeiz, den noch Platzeck ausspielte: Keiner macht mehr Wind als wir.
Das Problem: Die Freiflächen sind inzwischen ausgeschöpft, die Windmüller aber weiter lüstern. Sie wollen jetzt den Wald. Und sie haben gute Chanccen, denn das Volksbegehren gegen Windkraft im Walde ist gerade eben gescheitert.
Die Suche nach „windhöffigem“ Wald – offenbar solchem, in dem auf Wind zu hoffen ist, ist in vollem Gange. Dem Versprechen des SPD-Landtagssprechers für Umweltfragen aus dem Seenland, Wolfgang Roick, dass nur „Kiefernknack“, also schnöder forstlicher Nutzwald, für Windkraftpläne infrage käme, traut kaum jemand wirklich. Denn es ist nichts geregelt. Kann oder muss ökologisch wertvoller Bestand verschont bleiben? Ist der ministerielle „Leitfaden“, den es gibt, eine Vorschrift oder nur vernunftshöffiges Papier?
Es braut sich wieder mal was zusammen über unserem schönen deutschen Wald, sagt die Eberswalder Schutzgemeinschaft. Nach dem Wolf machen wohl bald die zischenden Flügel das Wild scheu…

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de




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