Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
Leserbrief - Märkischer Bote
Montag, 25. Oktober 2021 - 22:54 Uhr | Anmelden
  • Leserbrief: In digitaler WeltLeserbrief: In digitaler Welt

Leserbrief: In digitaler Welt

Leserbrief: In digitaler Welt
7°C
 

Anzeige

Leserbrief: In digitaler Welt

26. Februar 2021 | Von | Kategorie: Leserbriefe |

Aus der Senftenberger Otto-Nuschke-Straße schreibt uns Erika Jantzen:
Allwöchentlich verfolge ich Ihre Beiträge, auch „Home-teaching“ letzte Woche. Was Corona weltweit anrichtet, ist nicht gut.
Überraschend erhielt ich von der Bundesregierung Post. Masken gegen Corona. Danke dafür. Man hat uns Alte im Blick. Aber die rasante digitale Welt bringt viele 70- oder 80-Jährige ins Abseits, nicht nur mich. Ich bin noch weltoffen und laufe ohne „Rentner-Mercedes“. Mit meiner Allein-Rente nach 40 Arbeitsjahren muss ich haushalten. Ich liebe die Natur und habe die digitale Handywelt etwas verpasst. Ich finde es scheußlich, wenn Jugendliche auf der Straße ins Handy stieren oder sich auf der Couch handyspielend mit Pommes vollstopfen. Ja, und leider immer dicker werden. Dann klicken sie Gesundheitsdocs an und fragen wieso und warum.
Warum verläuft Fortschritt so kurzsichtig? Können Politiker nicht vorausschauend denken? Die Corona-Karre ist festgefahren. Alle Achtung gilt den Mühen der Mediziner. Bedauernswert sind Menschen, die es unmittelbar betrifft. Es müssen vernünftige Gesetze her, die nicht jedes Bundesland einzeln beschließt. Welch ein Wirrwar!
Zum Beispiel: Senftenberg nennt sich Universitätsstadt. Aber da geht man durch den vergammelten Bahnhof ohne Toiletten an Richtungsmauern im Innenbereich vorbei. Scheußlich! Will ich nach Dresden fahren, springe ich als 82-Jährige noch immer in Ruhland aus dem Zug, um mein Ticket zu entwerten. Mit Koffer geht das nicht, da ist der Zug weg. Fahre ich zum Augenarzt nach Hoyerswerda, spuckt der Automat keine Tageskarte aus, auch nicht mit jugendlicher Hilfe. Wer Kinder oder Enkel hat, lässt sich im Auto bringen – oder bleibt daheim. Soll das die Zukunft sein?
Wir machen Home-Office – das mag für einige gut sein, aber unsere Muttersprache bleibt auf der Strecke. Etwas Englisch habe ich gelernt. Mindestens „open“ oder „closed“ muss man beim Einkauf beherrschen. Wenn die Verkäuferin auf dem Closed ist, warte ich. Oder verstehe ich das falsch?
Nun, die Jugend ist mir digital überlegen und soll weiter zur Schule gehen. Ich freue mich über Vögel am Futterhaus und hoffe auf Schmetterlinge im Frühling. Über www. besuche ich jedenfalls keinen Arzt solange mein Kopf und meine Beine noch funktionieren. Das ist Sport, und zumindest im Maßen, ist der für Junge wie Alte noch immer gesund.

Weitere Beiträge aus unserer Region finden Sie hier!




Anzeige

Schreibe einen Kommentar

 

Ich habe die Datenschutzerklärung der Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH gelesen und akzeptiere diese mit dem Versenden des Kommentares.


Das könnte Sie auch interessieren