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Leserbrief: Infektionsschutz

Leserbriefe | Von | 23. April 2021

Mit dem Sinn eines neuen Infektionsschutzgesetzes befasst sich unser Leser Klaus Schiedchen aus Cottbus:
Ich betrachte das ziellose Hin und Her zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes ohne verbindliche Impftermine für eine Zeitverschwendung. Die bisher bestehenden Festlegungen zum Lockdown waren ausreichend; es wurde lediglich die Anwendung nicht durchgesetzt. Die Weisungen der Bundeskanzlerin gegenüber den Ministerpräsidenten sind ausgeblieben. Der Koalitionspartner SPD rühmt sich nun mit dem Thema, Home Office und kostenlose Schnelltests ausschließlich in die Verantwortung der Arbeitgeber zu geben. Herr Mützenich (SPD), die Arbeitgeber wissen wesentlich besser als Sie, welche Entscheidungen im Unternehmen für die Mitarbeiter und für die Firma Bedeutung haben.
Wir Unternehmer wissen den Wert jedes Mitarbeiters zu schätzen und tun das Notwendige zur Erhaltung ihrer Gesundheit. Das Beseitigen der Pandemie ist Ziel der Unternehmer, gemeinsam mit ihren Arbeitnehmern. Dass nunmehr alle diesbezüglichen Kosten allein die Arbeitgeber zu tragen haben, bezeichne ich als eine Verweigerung der tatsächlichen Verantwortung seitens des Bundesgesundheitsministeriums – aber das sei dahingestellt.
Schluss mit dieser sinnlosen Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes. Der einzige greifende Schutz ist das Impfen. Ich vermisse in den Veränderungen des Gesetzes diese wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie. Die Forderung heißt nicht testen, testen…, sondern wir müssten längst im Stadion impfen, impfen und nochmals impfen.
In den USA und Indien werden täglich zwei Millionen Menschen geimpft, in Deutschland haben zurzeit knapp acht Prozent die 2. Impfung erhalten. Es muss erreicht werden, dass innerhalb der nächsten acht bis zehn Wochen 70 bis 75 Prozent der impffähigen Bevölkerung ihre Impfung erhalten haben, ohne aufwendige Bürokratie. Ein entsprechende Mitteilung der Bundesregierung würde die Stimmung und die Zuversicht der Menschen erheblich aufhellen und den Blick in die Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens öffnen. Wir brauchen endlich einen verbindlichen Impf-Plan.

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