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Leserbrief: Offene Impfzentren

Leserbriefe | Von | 23. Dezember 2021

Ein Plädoyer für die Hausärzte schreibt Klaus Schmiedchen aus Cottbus:
Die verantwortungslose Schließung der Impfzentren in Brandenburg hat das Impftempo ausgebremst. Auf geht’s in Bars, Discotheken, auf Fußballplätze – so feuerten Impfunwillige die Öffentlichkeit an. Da wurden die mahnenden Worte des Herrn Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, belächelt. Die Verantwortlichen kannten zwar die zu niedrige Impfquote, hielten aber die Impfzentren aus Kostengründen geschlossen! Jetzt folgt der nächste große Fehler. Die Hausärzte müssen allesamt ran. Durchaus akzeptabel, aber ohne jede Vorbereitung geht das nicht. Schlimm, wenn jetzt ein Ministerpräsident sagt. „Die Hausärzte müssen das schaffen, bei jedem Besuch das kleine Piekserchen… das geht ganz nebenbei“. Welch oberflächliche Darstellung aus hoher Verantwortungsebene!….
Zum Termin meiner 3. Impfung bei der Hauärztin standen ca. 30 bis 40 Patienten vom Flur über das Wartezimmer gedrängt, dicht an dicht, zwar alle mit Mund-Nasen-Schutz, dann den Zettel ausfüllen, den Impfausweis abgeben, danach eine kurze Erläuterung der Hausärztin, dann die Impfung, die Eintragung im Impfausweis per Hand (digital leider nicht möglich) – so waren zwei Stunden vergangen. Dann der Rest Bürokratie.
Von wegen „kleines Piekserchen…!“
Herr Ministerpräsident, Herr Oberbürgermeister, werte Landräte, die Hausärzte sind der ruhende Pol zur Entlastung der Krankenhäuser in der Patientenversorgung und sind die stabile Stütze für das Gesundheitswesen und nicht die Lückenbüßer für eine mangelhafte Coronastrategie. Ich habe größte Hochachtung, mit welcher Hingabe die Hausärzte ihrer Aufgabe gerecht wurden.
Nun endlich hat das Impfzentrum wieder geöffnet und wird, wie im Frühjahr 2021, bis zur Schließung wieder Impfwillige mit der 1., 2. und 3. Impfung versorgen. Hoffen wir, dass diese Entscheidung nicht allzu spät kam und die Impfungen an Tempo zulegen und die 4. Welle noch vor Weihnachten gebrochen werden kann.

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