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Neumanns Ballett am Staatstheater Cottbus

Personen, Feuilleton | Von | 23. Februar 2024

Dirk Neumann Foto c Marlies Kross

Staatstheater Cottbus (Spielzeit 23.24)
Dirk Neumann
(Foto: Marlies Kross)

Ein gänzlich unverständlicher Abgang.

Cottbus. „Endstation Sehnsucht“ erlebt diesen Sonnabend im Großen Haus des Staatstheaters seine Uraufführung – ein Ballett nach dem gleichnamigen Schauspiel von Tennessee Williams in der Choreografie des Franzosen Martin Chaix. Es tanzen Alessandra Armorina, Fernando Casanova, Kate Farley, Alessandro Giachetti, Stefan Kulhawec, Alyosa Forlini, Clara Dufay, Yannick Neuffer, Laura Oakley, Rachele Rossi, Mario Barcenilla Rubio und Taro Yamada. Von der Vorlage bis zur letzten Attitüde sprüht internationale Feinkost – so wie er, Ballettdirektor Dirk Neumann, seine Sparte über Jahre, quasi aus dem Nichts kommend, aufgestellt hat. Neumanns Ballett. Bejubelt daheim, bewundert in nationalen Fachkreisen und darüber hinaus. Die Nachricht danach passt nicht ins Bild: Neumanns Vertrag am Staatstheater Cottbus wird nicht verlängert. Offiziell gibt es aus der Intendanz Lobeshymnen auf den Geschmähten, inoffiziell ist von Klage und Gerichtsterminen die Rede. Wieder mal also ein Bruch im Musentempel. Die Reaktionen lassen nicht auf sich warten. Hans-Peter „Fiete“ Jantzen, mehr als 30 Jahre Schauspieler in Cottbus und kurzzeitig Intendant in Senftenberg, postet: „Ich wundere mich gerade über die Nachricht, dass der Ballettdirektor am Staatstheater Cottbus weggeht. So einen Leiter lässt man nicht gehen…unfassbar.“ Sein Kollege Michael Becker (33 Jahre an der Bühne) wird drastischer: „Der Mohr muss gehen. Warum welches Vehikel auch immer vorgeschoben wird für diesen skandalösen Fakt – die Erfolge, die Neumann kontinuierlich auf seine Leitungstätigkeit zurückführend belegen kann, würden den Rausschmiss vor jedem Arbeitsgericht scheitern lassen. Der Intendant, der das verantwortet, geht. Die katastrophale Situation im Schauspiel wird wie ein Riesenerfolg gefeiert. Um mit Shakespeare zu enden: Hier ist was faul im Staate Dänemark. Ich protestiere gegen diese fatale Fehlentscheidung!“ Das vorerst letzte Wort hat Intendant Stephan Märki: „Das Staatstheater hat Dirk Neumann viel zu verdanken. Seine Treue zum Haus ist einzigartig.“ Zum Abschied also: „Endstation Sehnsucht.“ Hnr.

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