Unabhängig am Start für Kolkwitz

Bankkauffrau Birgit Paulick fordert Amtsinhaber Karsten Schreiber heraus.

Unabhängige Wähler setzen in Kolkwitz auf Birgit Paulick
Unabhängige Wähler setzen in Kolkwitz auf Birgit Paulick

Kolkwitz (h.) „Das ist schon zu schaffen“, glaubt Birgit Paulick mit Blick auf den Stimmenvorsprung, mit dem Amtsinhaber Karsten Schreiber (SPD) in die Bürgermeister-Stichwahl geht. Bei der sehr hohen Wahlbeteiligung von über 75 Prozent erhielt er 43,6 Prozent der Stimmen, sie 34,5. Sie sieht es sportlich: Wer frischen Wind will, wählt unabhängig, hört sie in den Ortsteilen, und das war auch Brandenburg-Trend am letzten Sonntag; in mehreren Städten gewannen unabhängige Kandidaten die Stichwahlen.

Birgit Paulick ist das, was man auch in Kolkwitz umgangssprachlich „eine von uns“ nennt: in der heutigen Großgemeinde aufgewachsen, im Verein Fußball gespielt und bei der Feuerwehr Kampfsport getrieben, engagiert im Ortsteil Hänchen, wo sie Ortsvorsteherin wurde, seit 2014 aktiv in der Gemeindevertretung. Gelernt hatte sie beim Wohnungsbaukombinat, dann auf Bauingenieur studiert und sich mit der Wende neu entschieden fürs Bankfach. Das macht sie seit 1991, seit 2015 in der Kolkwitzer Volksbank-Filiale. „Zahlen, Daten, Fakten und dann die Kundenkontakte – das ist eine schön Aufgabe“, findet sie. Und es ist ein Job, der dem eines Bürgermeisters ähnelt, was die Nähe zu vielen Menschen, aber auch den Umgang mit dem Haushalt, mit Fakten und Möglichkeiten betrifft. Sie weiß, in Kolkwitz geht es um Vereine, um Familien, um Ortsteile und deren Interessen, um Unternehmen und vieles mehr. Man müsse offen sein für Probleme, die Menschen bewegen, findet sie und sich dieser Dinge ohne Eigennutz annehmen. Darin hat sie längst Übung, denn sie arbeitet mit in Ausschüssen der Gemeindevertretung und besucht auch die, in die sie nicht unmittelbar gewählt ist. Sie will Dingen auf den Grund gehen und nicht, dass über Sachen und Leute geredet wird. Vielleicht gelingt ihr ein gutes Klima in der Großgemeinde, deren guten Standard sie weiterentwickeln will, zu Wachstum, zu lebhaftem Miteinander, zu solider gewerblicher Lage.

„Ja, ich bin guter Dinge“, sagt sie nach weiteren Wochen „Wahlkampf“. Sie spürt Zuspruch, Vertrauen. Das braucht sie, denn nichts geht im Alleingang. Auf die Mitarbeiter, auf die Gremien, auf alle in der Großgemeinde kommt es an, wenn Geplantes gelingen soll. Sie hat sich schon manchen Rat bei Alt-Bürgermeister Fritz Handrow geholt und profitiert von der Initiative Unabhängige Wähler für Kolkwitz (UWK). Sonntagabend wird sie mit ihren Getreuen im Vereinshaus vom MC Hänchen gespannt abwarten, wie sich die Kolkwitzer entschieden haben.

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