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Das Eigenheim als Inflationsschutz?

Bauen & Leben | Von | 21. Oktober 2022

Region (MB). Bauen und Immobilienerwerb scheint derzeit unpassend zu sein. Nach der Immobilien-Rallye der vergangenen Jahre hat sich das Klima auf dem Immobilienmarkt merklich abgekühlt. Wer jetzt auf fallende Preise bei Immobilien oder Bautätigkeiten setzt, könnte sich allerdings gewaltig verspekulieren.
Aktuell verknüpfen auch viele Lausitzer das Wort Immobilie mit dem Wort Blase. Der Immobilienmarkt wird als überteuert oder spekulativ wahrgenommen. Für einige Regionen in Deutschland trifft das sicher auch zu. Die Preise in Ballungszentren wie Frankfurt am Main und München sind regelrecht explodiert und aufgrund niedriger Zinssätze konnten sich die Kaufpreise in den vergangenen Jahren von den Einkommen und den Mieten entkoppeln.
In der Lausitz hingegen, haben sich die Preise in den vergangenen Jahren überwiegend moderat entwickelt. Immobilien bleiben damit für Käufer und Bauherren nach wie vor wirtschaftlich darstellbar. Somit bleibt der Traum vom eigenen Heim in der Lausitz greifbar.

Daniel Schwieg:

Immobilienexperte Daniel Schwieg: Der Wunsch nach Eigentum ist ungebrochen

Der Wunsch nach Eigentum ist trotz aller Unkenrufe ungebrochen. Das bestätigt Immobilienfachmann Daniel Schwieg und ergänzt: „In der Regel lohnt sich der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung immer.“ Grundsätzlich muss die Immobilie zur eigenen Lebenssituation passen. So bevorzugen Singles und Ältere häufig städtische und zentrale Lagen sowie Eigentumswohnungen, Familien dafür eher Eigenheime in Randlagen. Natürlich müssten beim Kauf einer Immobilie Faktoren wie Lage, Zustand und Modernisie- rungbedarf, Finanzierung und beabsichtigte Nutzung berücksichtigt werden. Da die meisten Menschen nur einmal im Leben ein Haus kaufen oder bauen, sollte man nicht an der falsche Ecke sparen und lieber Fachleute wie Makler, Finanzierer und Banken, Handwerker oder auch Gutachter zu Rate ziehen.
Experten gehen davon aus, das in den kommenden Jahren viele große Neubauprojekte im Wohnungsbau verschoben oder ganz eingestampft werden. Das liegt zum einen an steigenden Finanzierungkosten, aber auch an zunehmender Bürokratisierung, langsamen Genehmigungsverfahren und staatlichen Vorgaben bei der Verwendung von Baumaterialien und Heizsystemen. Die zu geringe Bautätigkeit von heute ist die Preissteigerung von morgen. Die Verknappung des Angebotes wird zudem von der positiven wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz und dem Migrationsdruck verschärft. Das stimuliert die Preise langfristig.

Rüdiger Galle

Bauunternehmer Dipl.-Ing. Rüdiger Galle: Investitionen in die eigenen Vier Wände lohnen sich gerade in unsicheren Zeiten. F.: JH

Auch die steigenden Baupreise sind überwiegend politisch strukturell bedingt und die allgemeine Inflation inflationiert diese zudem in besonderer Weise. Trotz kurzfristiger Schwankungen werden sie langfristig weiter steigen. Wer vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung träumt, sollte daher seine Investition nicht allzu lange aufschieben. „Durch den schwachen Euro und die galoppierende Inflation lohnen sich der Kauf einer Immobilie oder auch Investitionen in das vorhandene Eigenheim besonders“, betont der Cottbuser Bauunternehmer Dipl.-Ing. Rüdiger Galle.
Bei einer Inflationsrate von rund neun Prozent halbiert sich die Kaufkraft in gerade einmal acht Jahren. Das heißt: die heutigen 250.000 Euro für eine Eigentumswohnung entsprechen dann nur noch 125.000 Euro. Auch Bauzinsen von vier bis fünf Prozent, bleiben, angesichts einer zweistelligen Inflationsrate, überaus interessant. Voraussetzung ist natürlich immer eine solide Finanzierung, die möglichst langfristig planbar angelegt sein sollte. Ein höheren Puffer in der Finanzierung schafft Flexibilität bei steigenden Preisen.
Lieferschwierigkeiten und Engpässe bei Materialien und Handwerkern sollten Bauherren mit längerem Planungsvorlauf begegnen, rät der Ströbitzer Bauunternehmer Rüdiger Galle.
Grundsätzlich machen die aktuellen Umfeldfaktoren den Immobilienkauf und das Bauen anspruchsvoller, jedoch nicht uninteressant. Ganz gleich ob Immobilienkauf, Finanzierung oder geplante Baumaßnahmen: der Gang zum Fachmann vor Ort spart langfristig Kosten und schont Nerven.

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