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Maler – anspruchsvolles Handwerk mit Stil

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Maler – anspruchsvolles Handwerk mit Stil

14. März 2014 | Von | Kategorie: Job & Karriere |

Maler – anspruchsvolles Handwerk mit Stil

Malermeister Thomas Nickel hat alle Hände voll zu tun, blickt aber besorgt in die Zukunft. Es fehlt engagierter Nachwuchs. Hält der Trend an, wird es bald nicht mehr genügend Malerbetriebe geben, um die Bedürfnisse der Lausitzer zu erfüllen, sagt er

Kunden wollen neue Produkte an Wänden, Fassaden und auf Fußböden / Qualität ist oberstes Gebot
Region (ha). Mit dem abfällig bezeichneten Beruf des „Anstreichers“ hat der Maler und La­ckierer nichts zu tun. „Tapete ankleben und anstreichen ist lediglich ein winziger Teil unserer Arbeit“, erklärt Malermeister Thomas Nickel. „Der Maler hat mit den verschiedensten Materialien zu tun. Alles was die Industrie hergibt, wollen Kunden auch haben. Unser Handwerk richtet sich stark nach Trends und Neuheiten.“ So sind ständige Weiterbildungen und Kurse steter Begleiter der Malergesellen und -meister. „Es ist sehr wichtig, dass der Umgang mit Farben, Belägen, Dämmmaterialien und Kunststoffen fachgerecht erfolgt. Schließlich müssen die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, beispielsweise bei der Fassadendämmung. Andererseits müssen wir für unsere Arbeit gerade stehen.“ Die Qualitätsansprüche der Kunden, die heute einen Malerbetrieb beauftragen, sind sehr hoch. „Für uns ist es sehr wichtig, dass unsere Kunden zufrieden mit unserer Arbeit sind. Denn ein großer Teil unserer Aufträge entsteht durch Empfehlungen. Eine schlampige Arbeit kann da schnell den Ruf ruinieren.“ Deshalb achtet Thomas Ni-ckel nicht nur auf eine fachlich qualitativ erstklassige Arbeit, sondern auch auf Sauberkeit. „Der Kunde sollte am besten gar nicht merken, dass wir da waren. Der Fußboden muss nach der Neugestaltung der Wände genau so aussehen, wie wir ihn vorgefunden haben.“
Alte Techniken
Nur noch sehr selten kommen im Malerhandwerk alte Materialien und Techniken zum Einsatz. „Nur wenn es um die detailgetreue Gestaltung in denkmalgeschützten Gebäuden, in Kirchen beispielsweise, geht, greifen wir auf alte Mischungen und Techniken zurück. Im Alltag haben die neuen Materialien die Oberhand gewonnen. Das ist auch gut und kommt den Kunden entgegen. Schließlich können wir heute allein mit Fußbodenbelag aus Kunststoff eine täuschend echte Vielfalt anbieten, die mit den ‘alten’ Materialien undenkbar sind“, so Thomas Nickel, der 1995 seinen Meisterbrief erhielt und sich mit seinem Partner Harald Geisler im Jahre 2000 selbständig machte.
Die Karriere-Chancen
Bereits in der dreijährigen dualen Ausbildung können sich die Lehrlinge in drei verschiedenen Fachrichtungen ausbilden
lassen: Bauten- und Korrosionsschutz, Gestaltung und Instandhaltung oder Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Ein hohes Maß an Farb- und Stilempfinden wird dabei gefordert. Die Gesellenausbildung wird in hohem Maße durch die Meisterqualifizierung vertieft, die für das Führen eines eigenen Unternehmens Voraussetzung sein sollte. Spezialisierungen sind fast grenzenlos gewerkübergreifend möglich.
„Die Kunden wollen einen Ansprechpartner. Deshalb arbeiten wir mit zahlreichen Handwerksunternehmen anderer Gewerke eng zusammen. Sie hole ich mit ins Boot, wenn Klempner, Dachdecker, Sanitärinstallateure oder andere gefragt sind. Entscheidend ist, dass sie auf genauso hohem Qualitätsniveau und verlässlich arbeiten wie wir selbst“, erklärt Thomas Nickel.
Die Aussicht auf genügend Aufträge ist sehr gut: „Es gibt viel Arbeit, und es wird in Zukunft eher mehr als weniger Nachfrage da sein. Denn es wird weniger Malerbetriebe geben. Viele ältere Unternehmer finden keine geeigneten jungen Meister, die ihren Betrieb fortführen. Und leider bewerben sich nicht genügend Jugendliche für diesen interessanten Beruf, der wirklich Stil hat.“
Mathematik im Alltag
Neben einem Gespür für Farbe und Materialien müssen die Lehrlinge auch fit in Mathematik sein. „Keine Integralrechnung, aber solide Grundkenntnisse sind sehr wichtig. Tagtäglich berechnen wir, wieviel Liter Farbe, wie viele Rollen Tapete oder wie viele laufende Meter Auslegware wir benötigen. Bei den hochwertigen Produkten sollten die Berechnungen stimmen.“ Thomas Nickel hat da bereits Erfahrungen sammeln müssen. Doch mit seinem derzeitigen Lehrling ist er zufrieden. „Unser letzter Lehrling arbeitet als Geselle bei uns, und auch unser jetziger Lehrling wird ab dem nächsten Jahr zum Team gehören. Sicher wird es nicht der letzte gewesen sein“, kündigt er an. Schülern rät er: „Macht ein Praktikum in einem Malerbetrieb. Dann werdet ihr merken, dass es ein großartiger Beruf ist, der anspruchsvoll und vielseitig ist und deshalb Spaß macht. Und wenn ihr Lust und Engagement mitbringt, werden die Meister gern den Ausbildungsvertrag unterzeichnen.“




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