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Region: Eine Stunde mehr für Sicherheit

18. Oktober 2019 | Von | Kategorie: Bauen & Leben |

Region: Eine Stunde mehr für Sicherheit

Sorgfältig bringt Markus Neu von der Firma Noack-Werbung die von außen nicht sichtbare Sicherheitsfolie auf die Türverglasung auf. Diese Arbeit sollte ausschließlich von ausgebildeten Montageprofis erfolgen, denn nur eine fehlerfreie Montage macht das Erreichen der höchsten Schutzklasse möglich Foto: J.Kurze

Region(MB/jk). Am 27. Oktober veranstaltet die Polizei zum 8. Mal bundesweit den Tag des Einbruchschutzes. Diese Veranstaltungen finden jährlich immer am Tag der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit statt. Die gewonnene Stunde können die Bürger nutzen, um sich über eine eigenverantwortliche Einbruchvorsorge zu informieren, denn sowohl die örtlichen Polizeidienststellen, als auch die Partner der Kampagne machen mit Aktionen und Informationsveranstaltungen auf die hohe Zahl der Wohnungseinbrüche aufmerksam – ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit der Polizeilichen Kriminalprävention. So sollen auch diejenigen erreicht werden, für die der Einbruchschutz bislang kein Thema war.
Schutz wird gefördert
Kern der Kampagne ist der Internetauftritt www.k-einbruch.de. Er bietet unter anderem produktneutrale Informationen der Polizei zum Einbruchschutz, ein „interaktives Haus“ mit Tipps, wie man sein Zuhause sichert, sowie Informationen zur staatlichen Förderung von Einbruchschutz. Mit vergleichsweise einfachen und günstigen Maßnahmen können sich Eigentümer und Mieter gegen ungebetene Gäste schützen – und dazu Geld vom Staat nutzen. Finanzielle Unterstützung beim Aufrüsten gegen Einbrecher gibt es beispielsweise über die KfW-Bank. Über sie stellt die Bundesregierung in diesem Jahr 50 Millionen Euro Fördergelder für Einbruchschutz zur Verfügung.
„Der Staat übernimmt jetzt bis zu zwanzig Prozent der Kosten für einbruchhemmende Schlösser, Aufschraubsicherungen oder Querriegel für Türen und Fenster”, erklärt Kristin Fromholz, Leiterin der Kampagne „Unser Haus: effizient, komfortabel, sicher”. Für Hausbesitzer ist das Kombinieren verschiedener Maßnahmen besonders interessant: Einbruchschutz lässt sich zum Beispiel mit einer energetischen Sanierung verbinden. Und das lässt sich dann auch beides fördern.
Schwachstellen finden
In mehr als drei Viertel der Fälle dringen Einbrecher durch die Fenster in das Gebäudeinnere ein. Traditionelle Modelle ohne Sicherheitsausstattung sind meist jene willkommene Schwachstelle eines Hauses, welche Profis mit einfachem Werkzeug in wenigen Sekunden öffnen können.
Deshalb sollten Hausbauer und Sanierer bei der Wahl der Fenster besonders auf die Ausstattung zum Schutz der eigenen vier Wände achten.
Pilzzapfen und Sicherheitsschließstücke schützen vor einer Aushebelung des Flügels, eine umlaufend mit dem Rahmen verklebte Verglasung erschwert das Herausdrücken der Scheibe.
Zusätzlich zu diesen Features lassen sich viele Produkte individuell aufrüsten: etwa durch profilunabhängig integrierbare elektronische Verschlusssensoren. Diese melden unauffällig und zuverlässig, welche Fenster geöffnet oder verriegelt sind und lassen sich mit handelsüblichen Alarmsystemen kombinieren.
Sicherheitsfolien helfen
„Der Einsatz von Verbundsicherheitsglas, bei dem reißfeste Folie verwendet wird, verhindert, dass die Scheibe splittert und selbst bei beschädigter Verglasung keine Öffnung entsteht“, so Monika Noack vom gleichnamigen Unternehmen aus Cottbus.
Durchwurfhemmende Sicherheitsfolien erhalten die Barrierefunktion einer Glasfläche bei deren Bruch. Selbst bei roher Gewalteinwirkung ist es Einbrechern nicht möglich, sich unmittelbar Zutritt zu verschaffen.
Deutlich mehr Zeit, Lärm und Aufwand als vom Einbrecher vermutet, sind plötzlich nötig. Das genügt in aller Regel zum Abbruch des Einbruchsversuches.
„Man kann sich die starke Sicherheitsfolie wie eine zweite Plasteschicht auf der Verglasung vorstellen. Selbst wenn das Glas splittert, eingeworfen oder aufgeschnitten wurde – die Folie lässt sich nicht ohne weiteres zerstören.“
Allerdings wird die Schutzwirkung nur erreicht, wenn sie fachgerecht verlegt wird. „ Neben der speziellen Applikatorlösung sind viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich.
Eine Korrektur wie bei einer normalen dünnen Sichtschutzfolie ist gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand möglich. Meist wird die kostenintensive Folie dabei durch den Laien irreparabel beschädigt.“ weiß Monika Noack aus der Praxis. „Wir verwenden nur durchwurfhemmende Sicherheitsfolien, die den vorgegebenen DIN-Vorschriften entsprechen und stellen auch die geforderten Randanbindungen mit dem Fensterrahmen her. So entsteht ein Trampolin-Effekt, das heißt: die Scheibe wird im Rahmen gehalten und kann so trotz Beschädigung nicht einfach durchgedrückt werden.“
Interessenten sollten also unbedingt den Fachhändler aufsuchen und sich über die erforderlichen Folienstärken, eventuelle Tönungen oder UV-Schutz beraten lassen.
Natürlich ist es hilfreich, bereits die Maße der Glasfläche und
des Fensterrahmens sowie die Fensterart und das Material des Rahmens zu kennen. Das Kle-
ben vor Ort übernehmen dann die
Profis.




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