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In der Lausitz wird auch 2016 tüchtig weitergerüttelt

15. Januar 2016 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

In der Lausitz wird auch 2016 tüchtig weitergerüttelt

Im neuen Jahr wird auf den Lausitzer Kippen weiter fleißig gerüttelt. Hier ist ein Rütteldruckverdichter in der kleinen Restlochkette zwischen Lauchhammer und Finsterwalde zu sehen. Das Ziel: unterirdische Hohlräume zu schließen, um Grundbrüche zu verhindern Foto: TRZ

Bergbausanierer LMBV präsentiert volles Auftragspaket für das neue Jahr / Schwerpunkte sind Greifenhain & Restlochkette:
Senftenberg (trz).  Die Bergbausanierer von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) haben jetzt ihre Pläne präsentiert. Schwerpunkte bilden der Nordraum bei Lübbenau, das Gebiet um Greifenhain, Cottbus-Nord/Jänschwalde, Lauchhammer sowie die Restlochkette.
Hohlräume schließen
In der Grube Cottbus-Nord, in der Ende 2015 die Kohleförderung eingestellt wurde, soll die Ostböschung saniert werden, informiert LMBV-Sprecher Dr. Uwe Steinhuber. Dies geschehe durch Rütteldruckverdichtung. Dieses Verfahren bewirke, dass sich unterirdische Hohlräume schließen und somit keine Grundbruchgefahr mehr besteht.
Ebenfalls zu Werke gehen die Sanierer an der östlichen Hochkippe des Tagebaus Jänschwalde. Dort stehen Erdbauarbeiten auf dem Programm. Die Ausführung erfolge durch den Bergbautreibenden Vattenfall.
Am Schlabendorfer See südlich von Lübbenau erfolge der Bau einer Beladestelle für das dortige Sanierungsschiff. Darüber hinaus werde die Wasserqualität mittels des sogenannten „In Lake-Verfahrens“ weiter verbessert. Hauptziel sei es, mittels genau berechneter Kalkzugaben das Wasser zu neutralisieren und dieses Niveau dauerhaft zu halten.
Weiter kräftig gerüttelt werde auch an der Nordböschung des Altdöberner Sees, dem früheren Tagebau Greifenhain. Die gleiche Technik kommt im Jahr 2016 auch auf der Greifenhainer Innenkippe zum Einsatz. Bei Altdöbern seien insgesamt knapp sieben Millionen Kubikmeter gekippter Böschungen der Greifenhainer Grube mittels Rütteldruckverdichtung zu sichern.
In der Parkgemeinde stehen 2016 darüber hinaus Maßnahmen zur Abwehr des wiederansteigenden Grundwassers auf dem Programm. Am 1. April starte der Bau des Südgrabens, der das überschüssige Nass ableiten soll. Zudem werde der Salzteich im Schlosspark entschlammt.
Darüber hinaus setzen die Bergbausanierer ihre Arbeiten am Greifenhainer Fließ fort. Zudem erfolge die Entschlammung der Reptener Teiche. Nicht zuletzt werde die Kalkeinbringung an der Talsperre Spremberg fortgeführt.
Straße und Kliff
Im Raum Lauchhammer liege der Fokus auf der Sicherung der Ortrander Straße, der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Am Großräschener See werde die Böschung am Aussichtspunkt Victoriahöhe hergerichtet.
In der Restlochkette geht’s am Sedlitzer See mit der Kliffsanierung bei Lieske weiter. Zudem werde aus diesem Gewässer das Totholz geborgen. Der benachbarte Partwitzer See erhalte wieder größere Kalkmengen, um dessen Wasser zu neutralisieren.
Zudem planen die Bergbausanierer für 2016 den Bau von zwei Horizontalfilterbrunnen in Brieske. Wenn diese in Betrieb gehen, so die LMBV, sollten die Probleme mit dem aufsteigenden Grundwasser in der Gartenstadt Geschichte sein.




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