
Neue Ausstellung lädt ins Stadtteilmuseum ein / Kleines Jubiläum wird im Spätsommer gefeiert:
Cottbus-Gallinchen (trz). Was waren das einst für Zeiten! Da gab es in Cottbus eine ganze Anzahl von Filmbühnen. Beispielsweise die Südlichtspiele, das Tonbild-Theater im „Hotel zum Weißen Ross“, den Weltspiegel, die Kammerlichtbühne. Wie es dort aussah und welche Filme präsentiert wurden? Das erfahren die Besucher der neuen Ausstellung im Gallinchener Stadtteilmuseum. „1935-1965 – 30 Jahre Filmgeschichte, gespiegelt in Filmprogrammheften“ heißt der vielversprechende Titel. Bis zum Spätherbst können Interessierte jeden Mittwochnachmittag sowie auf Voranmeldung (Tel. 0355/537119) die Schau besuchen. Präsentiert werden drei Hauptfelder. Da wäre zum einen die technische Entwicklung der Film- und Kinotechnik. So zeigen die Protagonisten mehrere Vorführgeräte, die sogar noch funktionieren sollen. Zum anderen lässt die Ausstellung die politische Entwicklung des Kinos während der NS-Zeit, in der sowjetischen Besatzungszone sowie in der DDR wieder lebendig werden. Quasi das komplette Portfolio vom Propaganda- bis zum Liebesfilm. Und zu guter Letzt dürfen die Besucher eine einzigartige Sammlung von Filmprogrammen aus drei Jahrzehnten besichtigen. Die hat eine Cottbuser Familie zur Verfügung gestellt. „Wir zeigen aber nicht nur Bildchen, sondern ebenso gut recherchierte Texte“, erklärt der engagierte Museumsleiter Herbert Lehmann.
Übrigens steht dem kleinen Museum an der Gallinchener Hauptstraße im Spätsommer ein kleines Jubiläum bevor. Denn am 24. August werden genau zehn Jahre vergangen sein, als die Einrichtung erstmals ihre Pforten öffnete. Das soll natürlich entsprechend gefeiert werden. Die ersten Vorbereitungen sind bereits angelaufen. Im vergangenen Jahr hatten über 1000 Gäste das Stadtteilmuseum besucht.
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