Ältere Menschen öfter mitnehmen

Spremberger Ortsteile stellen sich dem demografischen Wandel:
Spremberg (trz). Dass die Spremberger immer älter werden, ist ein offenes Geheimnis. Dieses Phänomen lässt sich nicht ändern, wohl aber gestalten. Nämlich dadurch, ältere Menschen öfter als bislang mitzunehmen. Zu diesem Thema haben Vertreter der Spremberger Ortsteile debattiert. Das Hauptziel: ein Rahmenkonzept, aus dem mannigfaltige Projekte entwickelt werden können. Beispielsweise Kettenanrufe bei alleinstehenden Personen. Diese werden jeden Morgen angerufen und sich nach ihrem Befinden erkundigt. So könnten eventuelle Notfälle zeitnah erkannt werden. Oder Mitfahrmöglichkeiten von den Ortsteilen in die Spremberger Kernstadt. An einem zentralen Ort im jeweiligen Dorf wäre es möglich, Infos anzubringen, wann wer in die Stadt fährt. Dann könnten ältere Menschen zusteigen. Zudem seien Gepäckschließfächer am Busbahnhof sinnvoll. Wer läuft schon gern mit vollen Einkaufs-tüten durch die Stadt?
Die Lausitz, konkret die Landkreise SPN und OSL, gehört nach Angaben von Friedrun Barchmann, Sprecherin der Spremberger Lenkungsgruppe Generationenfreundliche Stadt, bereits zu einem Modellprojekt des Bundesverkehrsministeriums zur langfristigen Sicherung von Versorgung und Stabilität im ländlichen Raum. „Spremberg muss da mit hinein“, fordert Barchmann. Es gelte jetzt die Schwerpunkte in den einzelnen Ortsteilen herauszufiltern und zusammenzutragen. Spremberg hat aktuell 14 Ortsteile. Am weitesten von der Kernstadt entfernt sind mit jeweils rund 15 Kilometern Hornow und Lieskau.