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Aufstellen für die Zukunft bei BASF Schwarzheide

15. März 2019 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

BASF Schwarzheide investiert in neue Anlagen und Erweiterungen.

Aufstellen für die Zukunft bei BASF Schwarzheide

Mit den großen Aufgaben wachsen auch die beruflichen Chancen für die Region: ab September bildet die BASF Schwarzheide Chemikanten, Industriemechaniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Mechatroniker, Chemielaboranten und Notfallsanitäter aus | Foto:BASF

Schwarzheide (MB). „Die Lausitz ist im Wandel. Unsere Aufgabe als Unternehmen in der Region ist es, diesen Wandel nachhaltig mitzugestalten und den Standort Schwarzheide für die Zukunft aufzustellen“, sagte Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung, bei einem Pressegespräch am 13. März 2019 im Kulturhaus der BASF Schwarzheide GmbH. Gemeinsam mit Dr. Colin von Ettingshausen, Kaufmännischer Geschäftsführer, informierte er über die Entwicklung und Pläne des Unternehmens.
Insgesamt 148 Millionen Euro hat die BASF im Jahr 2018 am Standort in die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen und die Modernisierung von Infrastruktureinrichtungen investiert. „Unsere Investitionspipeline für die kommenden zwei Jahre ist gut gefüllt“, sagte Fuchs. „Sollte sich der Standort Schwarzheide im globalen BASF-Standortwettbewerb um Investitionen durchsetzen, dann sind bis zu fünf
Spatenstiche zu erwarten.“
Gespräche zur Erweiterung des Produktportfolios werden geführt. Unter anderem werde auch der Standort Schwarzheide für den Bau einer Produktionsanlage für Batteriematerialien geprüft.

Digitaler Weg geht weiter
In der chemischen Industrie ist BASF Vorreiter der Digitalen Transformation. Die BASF Schwarzheide GmbH nimmt diese Rolle in der BASF-Gruppe ein und verfolgt das Ziel, der erste vollständig digital transformierte Produktionsstandort im Konzern zu werden. „Diesen Weg gehen wir weiter“, betonte Fuchs. Seit eineinhalb Jahren ist ein Expertenteam am Standort aktiv. Erarbeitet wurden unter anderem digitale Roadmaps für alle Produktionsanlagen. Diese Fahrpläne schattieren Maßnahmen für die Digitale Transformation der nächsten Jahre vor. „Das Prinzip dieses Vorgehens wurde innerhalb der BASF-Gruppe adaptiert und dient als Blaupause“, sagte Fuchs. Tablets und Smartphones gehören in vielen Anlagen zum Standard. Projekte am Standort befassen sich mit mobilen Anwendungen in der Produktion, prädiktiver Instandhaltung und Prozessoptimierung mittels Datenanalyse. „Unser Ziel, digitaler Vorreiter zu sein, das funktioniert nur, wenn wir alle unsere Mitarbeiter einbinden“, betonte Fuchs. Dazu biete das Unternehmen eine Vielzahl von Veranstaltungen an, um digitale Technologien kennenzulernen und auszuprobieren. In Workshops kann Digitalisierung spielerisch entdeckt werden, indem Anlagenmodelle aus Kunststoffbauteilen im kleinen Maßstab nachgebaut und deren Funktionalität getestet werden können.

Nachhaltigkeit gefragt
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der neuen Unternehmensstrategie, die die BASF Ende 2018 bekannt gegeben hat. „Nachhaltigkeit meint das Zusammenspiel zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten“, erläuterte Fuchs.
Für ihr Projekt zur Trennung von Abfallströmen aus einer Produktionsanlage wurde im zurückliegenden Jahr ein standortübergreifendes Team, in dem Mitarbeiter aus Schwarzheide maßgeblich mitgearbeitet haben, mit dem Operational Excellence-Award 2018 der BASF ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die BASF weltweit einzigartige technische Lösungen, die in interdisziplinären Teams erarbeitet und umgesetzt wurden.
„Wir wollen erneuerbare Energien in die bestehende Energieversorgung des Standortes einbinden. Das ermöglicht uns kostengünstiger und nachhaltiger zu produzieren“, sagte Fuchs. Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Bezug von erneuerbarem Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen ermöglichen. Weitere Projekte, wie die Modernisierung des GuD-Kraftwerkes, sind in Planung.

Logistikdrehscheibe Schwarzheide
Die logistische Anbindung des Unternehmens bietet einen Standortvorteil. „Schwarzheide hat das Potenzial zu einem Anlaufpunkt für die Neue Seidenstraße zu
werden“, sagte Arbeitsdirektor Dr. Colin von Ettingshausen.
Der Knotenpunkt Ruhland ist Bestandteil der „Niederschlesischen Magistrale“, die Häfen und Wirtschaftszentren zwischen West- und Osteuropa verbindet. Gespräche zum weiteren Ausbau des bestehenden Kombiverkehrsterminals laufen.
„In dem Ausbau des Standortes zu einem Logistik-zentrum sehen wir als Unternehmen eine weitere Chance, den Strukturwandel der Lausitz zu schaffen“, so von Ettingshausen.

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