Personalräte beklagen „unbeschreibliche, krankmachende Zustände“ / Ertrag der Reform: Druck durch Personalabbau und Gewalt im Dienst:
Region (h.) Von Politik und Polizeiführung sind die Polizistinnen und Polizisten des Landes schwer enttäuscht. Sie empfinden Misstrauen, Ohnmacht und Wut über unbeschreibliche, krankmachende Zustände, heißt es in einem „Brandbrief“ aller Personalräte der Brandenburger Polizei, der mit zehn Unterschriften an Ministerpräsident Woidke geschickt wurde. Der hatte bis August 2013 als Innenminister die Polizeireform organisiert und hat sie jetzt zu verantworten. Beim Amtswechsel hatte er versprochen: „Die Polizei wird bei mir immer einen großen Stein im Brett haben.“
Dieser „Stein“ hängt den Polizisten jetzt an den Füßen. Sie leiden, wie es im Brandbrief heißt, unter Missmanagement und fehlender sozialer Kompetenz in der Führung. „Die Kollegen wissen nicht mehr, wie sie ihren täglichen Dienst bewältigen sollen.“ Personalabbau hat auch zu zunehmender Gewalt gegen Polizisten im Dienst geführt.
Die Personalräte fordern die polizeifachlich begründete Zahl an Dienstposten. Sie wollen einen Dialog und „als Menschen, nicht als Vollzeit- oder Teilzeitäquivalente wahrgenommen werden.“







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