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Cottbuser StraßenBekanntschaften: Rudolf-Breitscheid-Straße | Kleiner Kiez - große Geschichte - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbuser StraßenBekanntschaften: Rudolf-Breitscheid-Straße | Kleiner Kiez – große Geschichte

19. August 2016 | Von | Kategorie: Cottbus |

Ein Spaziergang durch einst wichtige Handelsstraße lohnt sich

Cottbus (bw). Wer aufmerksam durch den Kiez zwischen der heutigen Rudolf-Breitscheidstraße und der Kolpingstraße geht, wird kaum glauben, dass sich hier bereits im 18. Jahrhundert eine der wichtigsten Handelsstraßen von Cottbus in Richtung Dresden befand. Bis 1724 trug die Taubenstraße die Bezeichnung „Weg nach Dresden“. Durch den Bau der Eisenbahn querten ab 1866 die Gleisanlagen den südlichen Teil dieser Straße, womit diese Achse ihre einstige Bedeutung als Fernhandelsstraße verlor. Zwei dominierende Gebäude begeistern heute Cottbuser und ihre Besucher: einmal das ehemalige Hotel und später Cottbuser Rathaussitz „Zur Weißen Taube“ an der Ecke zur einstigen Dresdener Straße und das Filmtheater „Weltspiegel“ gegenüber. Das backsteinerne Eckgebäude zur heutigen Straße der Jugend trägt zwar über dem Fenster am Haupteingang die Inschrift „Kaufhaus weiße Taube“, fungierte aber nie als Kaufhaus, weil hier nur einzelne Räume vornehmlich an Wäschehändler, Modegeschäfte und einzelne Handwerker vermietet waren. Bemerkenswert ist der lateinische Ausspruch „Dum spiro spero“ – „So lange ich atme, hoffe ich“ im Giebel – ein Zitat des römischen Philosophen und Staatsmannes Cicero – ewige Zuversicht beschwörend.
Das Filmtheater „Weltspiegel“ entstand nach einer Bauzeit von nur sechs Monaten. Am 4. Oktober 1911 füllten sich erstmals die 780 Plätze des Kinos der „Lichtspiel-Gesellschaft Weltspiegel m.b.H.“ und am 29. Mai 1929 setzte hier der erste Tonfilm in Erstaunen. In einer Anzeige vom 27. Dezember des gleichen Jahres war zu lesen, dass der „Weltspiegel“ das größte Lichtspielhaus der Niederlausitz ist. In letzter Zeit kamen durch An- und Umbauten noch ein paar Plätze dazu und neben Filmvorführungen gehören Festivals, Bühnenveranstaltungen und Publikumsforen zum erweiterten Angebot des zweitältesten Kinobaus in Deutschland.
Für die Rudolf-Breitscheid-Straße ist die Blaue Uhr ein Stadtzeichen geworden. Hier befinden sich an den beiden Ecken der Bahnhofstraße das Stadtmuseum und das Stadtarchiv. In der Nähe wirbt in der Breitscheidstraße das City-Hotel mit Krimi-Dinner als gastliches Haus „an der Blauen Uhr“. Direkt neben dem Hotel macht die Tanzschule Fritsche auf spannende Angebote aufmerksam. Vor 110 Jahren gegründet, 1973 von Dieter Fritsche und seiner Frau Erzsébet übernommen, wird sie heute von der Trainerin, Choreografin und Tanzpädagogin Karina Brand geleitet. „Nach den Sommerferien beginnen unsere neuen Tanzkurse“, so die Geschäftsführerin. „Neben einem klassischen Zumba-Kurs wird es einen Hiphop-Schnupperkurs nur für Jungen ab sechs Jahre geben. Bei uns können Tanzinteressierte einfach mal ausprobieren, was ihnen gefällt, so unser Motto.“ Weitere Höhepunkte stehen schon im Veranstaltungsplan der Tanzschule. So sind 50 Tänzer im Alter zwischen neun und 30 Jahren in den ZDF-Sommergarten eingeladen und beim großen Casting mit DJ Bobo und seiner Crew werden dazu die besten Akteure ausgewählt. „Dass wir dabei sein können, ist wirklich wunderbar“, schwärmt Karina Brand.

Die Kolpingstraße läuft parallel zur Breitscheidstraße. Auf dem Areal der 1934 vom Erzbischof von Breslau, Kardinal Bertram, geweihten Katholischen Kirche „St. Maria Friedensgöttin“ hält das „St. Johannes Haus“ seine Türen für Gäste geöffnet. Hausleiterin Andrea Lamm verwaltet das Tagungs- und Gästehaus mit neun Doppel- und 13 Einzelzimmern – natürlich alle mit WLAN-Service. „Wir freuen uns über Besucher, gleich ob konfessionell gebunden oder nicht, die für ihren Cottbus-Aufenthalt eine günstige Übernachtung wünschen. Auch Gruppen, Vereine und Verbände, die hier Tagungen und Seminare planen, sind willkommen. Der große Saal ist teilbar, für kleinere Arbeitsgruppen können gesonderte Räume zur Verfügung gestellt werden“, schildert die Chefin des Hauses. Wer schon einmal im „St. Johannes Haus“ gewohnt hat, weiß die hervorragende Küche zu schätzen, die rund um die Uhr Kaltes und Warmes für Teller und Tassen bietet. Nach dem Sommer wird auch die Modernisierung des großen Saales mit neuem Mobiliar und modernster Konferenztechnik abgeschlossen sein. Ein separater Parkplatz steht  ebenfalls zur Verfügung.
Von nahe oder aus der Ferne – es lohnt sich, im Tauben-Kolping-Breitscheid-Quartier auf Entdeckung zu gehen. Viel Spaß!




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